Die Grafik der Greenpeace Feinstaub Kampagne - eine Lunge als Staubsauger Feinstaub ist grob fahrlässig

Archiv für den 13. Februar 2006

Montag, 13. Februar 2006, 12:59 Uhr

Flugzeuge sind keine heiligen Kühe

Der Messbus am Flughafen im Einsatz

Wir sind unterwegs zum Flughafen. Es ist später Nachmittag, die Sonne scheint gelblich durch die ganz feine Nebeldecke. Zudem ist es fast windstill. Wir wählen unser ersten Messtandort beii der Würstlibude, dort wo die Piste endet und die Flugzeuge zu Landung ansetzen. Wir sind nicht alleine dort. Mehrere Dutzend Leute verfolgen dort jeweils die landenden Flugzeuge. Jeder ist Spezialist in Sachen Flugzeuge, auffallend viele sind auch Spezialisten in Sachen Telefotografie.

Natürlich interessiert auch sofort der Greenpeace-Messbus. Ziemlich schnell bin ich in ein Gespräch über Flugzeugabgase verwickelt. Ich bekomme den Eindruck, dass sehr viele Leute hier an der Würstlibude einerseits von der Fliegerei fasziniert sind und andererseits unsere Meinung teilen, dass auch Flugzeuge sehr viele schädliche Abgase ausstossen. Nachdem wir bemerken, dass der Wind gewechselt hat und wir nun «saubere» Luft von Niederhasli her erhalten, wechseln auch wir unseren Standort. Denn uns interessiert die Frage, ob wir singnifikant höhere Messwerte in der Abdrift des Flughafens erhalten werden. Zweiter Standort ist nun in Kloten direkt am Zaun, hinter der Startbahn. Der Wind weht leicht aus der Richtung wo die Fluzeuge starten.Die Grafik zeigt starke Schwankungen im Minutenbereich. Die Vermutung liegt nahe, dass dies durch die auch im Minutentakt startenden Flugzeuge verursacht wird.

Da wir aber nur einen halben Tag gemessen haben, können wir hier keine detaillierten Zahlen präsentieren. Für eine genaue Messanalyse wäre ein langfristiger Versuch nötig. Sicher für mich ist, dass die Flugzeuge nicht unschuldig an der Feinstaubproblematik sind. Wer weiss, vielleicht werden wir uns mal noch intensiv mit diesen Kerosinschluckern beschäftigen.