Die Grafik der Greenpeace Feinstaub Kampagne - eine Lunge als Staubsauger Feinstaub ist grob fahrlässig
Freitag, 10. Februar 2006, 15:42 Uhr

Aus der Luft, aus dem Sinn

Cyrill Studer im Gespräch mit einem Pasanten

Die Temperaturen sind auch heute sehr niedrig – aber nicht nur, was das Wetter angeht, sondern auch, was die Reaktionen der Leute betrifft. Dass wir uns in Aarau in der SVP-Hochburg befinden, ist deutlich spürbar. Kaum jemand lässt sich in ein Gespräch verwickeln, die meisten nehmen den Flyer im Vorbeieilen und lassen sich nicht beirren.

Die wenigen Gespräche führe ich mit Leuten, die Greenpeace eher nicht so toll finden und uns daher provozieren wollen: «Was bringt das eigentlich, was ihr hier macht? Ihr würdet besser dafür sorgen, dass der Wasserdampf aus dem hiesigen Atomkraftwerk zur Wärmegewinnung verwendet wird» meint ein Familienvater. Die darauf folgende Diskussion hat dann nicht mehr viel mit Feinstaub zu tun. Eine Frau mit langen Haaren und einem vernarbten Gesicht meint provozierend: «Ich unterstütze Euer Anliegen, denn ich fahre nicht Auto und habe aufgehört zu rauchen. Und was machen Sie?» sie dreht sich abrupt um und lässt mich in der Kälte stehen.

Mit ein Grund für die eher magere Resonanz der Leute ist sicher auch der Wetterumschwung, der frische Luft ins Land gebracht hat: Seit die Feinstaubwerte wieder auf ein normales Niveau gesunken sind, scheint das Problem niemanden mehr zu interessieren. Quasi aus der Luft, aus dem Sinn. Nichts desto trotz macht das Flyer verteilen mit so vielen motivierten Regru-Leuten Spass: Sogar aus Basel und aus dem Tessin sind Leute dabei. Und verschiedene lokale Radio- und TV-Medien haben auch schon Beiträge über unsere Aktion gedreht und Interviews mit Cyrill geführt. Auch wenn es schwierig ist, die Leute von unseren Anliegen zu überzeugen, lohnt sich der Aufwand – trotz niedriger Temperaturen!

Autor:
Susanne Raschle
ist Mitarbeiterin von Greenpeace Schweiz und arbeitet im Infoservice

2 Kommentare zu «Aus der Luft, aus dem Sinn»

  1. 7. März 2006 um 20:27 Uhr
    Von: Beat Schuhmacher

    Hallo Ihr Lieben

    habe Euch am 06.02.2006 ein Mail gesendet und bis heute keine Antwort erhalten.

    Ist das normal bei Euch.

    Mit freundlichen Grüssen
    Beat Schuhmacher Sisseln

  2. 8. März 2006 um 7:54 Uhr
    Von: Reto Lehnherr

    Lieber Herr Schumacher, nein, das ist nicht normal bei uns. An was für eine Adresse haben sie denn dieses Mail gesendet?
    Viele Grüsse auch

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