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Mit Enterhaken und Messer gegen friedliche Greenpeace-Aktivisten

Mit einer friedlichen Aktion im Mittelmeer wollten Greenpeace-Aktivisten am vergangenen Freitag auf die Bedrohung des Blauflossenthunfischs aufmerksam machen. Wissenschaftler sind sich einig, dass der Blauflossenthun in wenigen Jahren ausgestorben ist, wenn die Fangquoten so hoch bleiben. Doch die französischen Fischer reagierten empfindlich. Sie durchstachen das Bein eines Umweltschützers mit einem Enterhaken und versenkten zwei der sieben Greenpeace-Schlauchboote mit ihren Schiffen. Ziel der friedlichen Aktion war es, die Thunfische aus den Ringwadennetzen zu befreien. Zerstörerische Fangmethoden haben den Blauflossenthun fast ausgerottet. Die rohe Gewalt erstaunt umso mehr, als die Fischer eigentlich auf das Überleben der Thunfische angewiesen sind.

Mit zwei Schiffen – der Rainbow Warrior und der Arctic Sunrise – versucht Greenpeace, dem vor dem Aussterben stehenden Blauflossenthun den Schutz zu geben, den er verdient. Die gnadenlose Jagd der vergangenen 20 Jahre hat den Bestand des Blauflossen- oder auch Roten Thunfisches im Mittelmeer um über 80 Prozent dezimiert. Der Grund: Profitgier. Mehr als 160′000 CHF werden für einen ausgewachsenen Thunfisch auf dem japanischen Fischmarkt bezahlt.

Mehr dazu bei Greenpeace Deutschland

Update

Nachdem am Freitag ein Greenpeace-Aktivist im Mittelmeer südlich von Malta bei dem Versuch Thunfische aus einem Netz zu befreien schwer verletzt worden war, verteilten am Samstag französische Greenpeace-Aktivisten im Hafen von Marseille Flugblätter, um die Öffentlichkeit über das Thema Thunfischfang zu informieren. Dabei wurden sie von Thunfisch-Fängern angegriffen. Auch diese Fischer reagierten mit roher Gewalt und gingen mit Schlagwaffen auf die Umweltschützer los.

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Keine Megastaudämme in Patagonien!

Landschaftlich wunderschön und eine der noch unberührtesten Gegenden unserer Erde, ist die Region Aysén im chilenischen Patagonien. Wegen ihrer Vielfalt an einzigartigen Tier-und Pflanzenarten, wurde diese Region bereits als Unesco Weltnaturerbe vorgeschlagen. Auch seltene und vom Aussterben bedrohte Tiere wie das Huemul der Pudu und der sind in hier zu Hause.

Ausgerechnet in diesem Gebiet, ist nun ein Megastaudammprojekt mit 5 Staudämmen geplant. Der produzierte Strom soll in die über 2400 km (!) entfernte Hauptstadt von Chile, nach Santiago geleitet werden. Die Stromleitungen würden dabei 14 Naturschutzgebiete durchqueren. Die betroffene einheimische Bevölkerung soll jedoch nichts von diesem Strom bekommen.

Stattdessen sind für die regionale Bevölkerung Verluste zu erwarten, denn das Projekt würde dem wachsenden Tourismus der Region schaden und es wäre mit hohen Einbussen zu rechnen. Gegen die Dürchführung des Projektes gibt es denn auch grossen Widerstand, vor allem von der lokalen Bevölkerung. Ueber 4000 der Beschwerden welche gegen das Projekt eingereicht wurden, sind aber bis heute noch nicht beantwortet. Mit zahlreichen Protesten und Cyberactionen wehren sich die Menschen der Region, aber auch weltweit gegen die Durchführung dieses zerstörerische und unnötige Projekt.

Involviert ist auch das international tätige Schweizer Bergbauunternehmen XSTRATA, mit Hauptsitz in Zug. Dort, und bei der chilenischen Botschaft in Bern sowie in Genf haben  Greenpeace Aktivisten heute zusammen mit Coordination Climat & Justice Sociale demonstriert. Mit einem Flyer werden XSTRATA und die weiteren beteiligten Firmen  aufgefordert, das Projekt definitiv zu stoppen und stattdessen in wirklich umweltfreundliche und erneuerbare Energien zu investieren.

Wenn auch du etwas dazu beitragen willst, das Patagonien uns so wunderschön erhalten bleibt wie es heute ist, schreibe hier ein Protestmail! Weitere Informationen findest du auch auf der Website von Greenpeace Chile.

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Schweizer Firma Transocean: Profit mit der Ölkatastrophe

Eine Gruppe von Menschen versucht die Ölverschmutzung auf einer Insel vor Louisiana zu reinigen. © Daniel Beltrá / Greenpeace

Die in Zug ansässige Ölbohrfirma Transocean will für maximal 27 Millionen Dollar haftbar sein, sollten ihr aus der Ölpest im Golf von Mexiko gesetzliche Verpflichtungen auferlegt werden. Dies geht aus einer Eingabe der Firma bei einem US-Gericht in Texas hervor. Im Schreiben an das Gericht sieht sich Transocean als nicht haftbar für jeglichen Verlust, Schaden oder für Verletzungen, die durch die Ölpest entstehen. Sollte Transocean von US-Gerichten dennoch für Teile der Katastrophe haftbar gemacht werden, soll die Summe höchstens soviel betragen, wie die Plattform wirklich wert gewesen sei. Laut dem Unternehmen sind dies knapp 27 Millionen Dollar. Das stösst auf massive Kritik. Ein US-Staatsanwalt bezeichnete die Transocean-Eingabe vor dem Senatskomitee für Energie und natürliche Ressourcen als unangebracht.

Gleichzeitig macht der Schweizer Konzern aus dem Unglück durch eine Versicherungssumme über dem tatsächlichen Wert der gesunkenen Plattform rund 270 Mio. Dollar Profit. Zur Erinnerung: Transocean zahlte nach der Katastrophe Dividenden von einer Milliarde Dollar an die Aktionäre aus. Will sich die Firma damit schützen, um allfällige Kosten nicht begleichen zu können, die ihm durch die US-Justiz im Zusammenhang mit der Ölpest drohen?

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Industrie als Samentöter

Dass es um die Fruchtbarkeit der jungen Schweizer nicht zum Besten steht, ist nichts Neues. Eine Studie hat gezeigt, dass bei rund 50 Prozent der Probanden die Qualität der Spermien zu wünschen übrig lässt. Doch auffallend ist, dass es zwischen den Regionen bedeutende Unterschiede gibt. Die Basler Spermien schneiden dabei schweizweit am schlechtesten ab. Dies belegt eine neue Studie über die der Tages Anzeiger kürzlich berichtete.


Wieso ist das so? Die Industrie ist der Samentöter! Entscheidend ist, wie stark die Mutter während der Schwangerschaft den giftigen Industrie-Chemikalien ausgesetzt ist, denn die Qualität der Spermien wird bereits vor der Geburt bestimmt. Zu diesen Sperma schädlichen Chemikalien gehören unter anderem Phthalate, die als Weichmacher in Kunststoffen eingesetzt werden, Naphthole, die in der Farbstoffindustrie vorkommen, oder die stark toxischen polychlorierten Biphenyle (PCB).

Das Greenpeace Video Everything you didn’t want to know about sex“, macht auf humorvolle Art auf die ernsteTatsache aufmerksam, das giftige Chemikalien in unserer Umwelt die Spermienqualität schädigen.


Doch als Baselbieterin oder Baselbieter musst Du Dir dies nicht bieten lassen. Stimme sicherheithalber bei den kantonalen Abstimmungen am 13. Juni 2x Ja zu sauberem Trinkwasser, und erreiche damit, dass der Giftmüll in den drei Chemiemülldeponien in Muttenz endlich ausgehoben wird! Damit die Basler Spermien in Zukunft das Rennen eher wieder gewinnen können!

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Der sterbende Schwan.

Diesen Spot hat Greenpeace Holland 1996 produziert. Leider ist er heute aktueller denn je.

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Öl-Teppich erreicht Küste und bedroht Tierwelt

Einen Monat nach der Explosion der Ölplattform «Deepwater Horizon» im Golf von Mexiko ist erstmals Schweröl an die US-Küste gespült worden. Dies meldet die Nachrichtenagentur AFP. «Der Tag, den wir alle befürchtet haben, ist heute eingetreten», sagte demnach der Gouverneur des Bundesstaates Louisiana, Bobby Jindal, im Fischereihafen Venice. Der Ölteppich breitet sich durch starke Strömungen im Golf von Mexiko ungehindert aus. Satellitenbilder zeigten, dass das Öl inzwischen durch auch den so genannten «Loop Current» Richtung Florida getrieben wird. An einigen Stellen sei die Ölschicht mehrere Zentimeter dick, sagte Gouverneur Jindal, der sich bei einer Bootstour im Mississippi-Delta ein Bild von der Lage gemacht hatte. Es sei zu erwarten, dass noch mehr Schweröl die Küste verschmutzen werde. Bislang waren an den Küsten der Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama nur einzelne Ölklumpen angeschwemmt worden.

«Was für eine Firma führt dieser Mann?» fragt Greenpeace UK in einem heute erschienen Inserat in «The Guardian»

Der Ölkonzern BP, der die gesunkene Ölplattform betrieben hatte, erklärte in London, dass mittlerweile täglich etwa 3000 Barrel des ausströmenden Öls über ein Saugrohr abgepumpt würden. Dies entspreche rund 60 Prozent der täglich ausströmenden Menge von 5000 Barrel (795′000 Liter) Öl. Zuvor waren nur 40 Prozent des Öls aufgefangen worden. BP-Tony Wayward spielt noch immer alles herunter: Er stuft die Auswirkungen auf die Umwelt gegenüber den Medien als «sehr sehr bescheiden» und «geringfügig» ein. Da fehlen einem die Worte.

Derweil hat Greenpeace vor der Zentrale von BP in London protestiert.
Zwei Greenpeace-Aktivisten kletterten auf das Dach des Gebäudes.
Sie enthüllten eine Fahne mit einem in Öl getränkten BP-Zeichen: BP, British Polluters.

Werden jetzt wieder die erschütternden Bilder von sterbenden Tieren um die Welt gehen?

Der US-Fernsehsender CBS berichtet , dass BP-Leute die TV-Medien daran hindern, das wahre Ausmass der Verschmutzung zu filmen:
(der Beitrag startet nach einer kurzen Werbung)

Watch CBS News Videos Online

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Gehen uns die Fische ganz aus?

Die Spanische «Albatun Tres» fischt mit dem weltweit grössten Ringwadennetz nach Thunfischen. © Paul Hilton / Greenpeace

Die UNO warnt dringend vor der Überfischung der Meere. Geht es mit der Fischerei im gleichen Umfang weiter wie bis anhin, sind die Meere in 40 Jahren leer, prophezeit die Weltbehörde. Die schuldigen dafür sind schnell gefunden: Regierungen subventionieren ihre gigantischen Fischereiflotten und deren immer moderner und effizienter werdenden Fangtechnologien. Die Nachfrage für Fisch steigt: Fischgerichte, Omega3-Pillen, Katzenfutter und die Fütterung von Zuchtfischen setzen den Meeren dramatisch zu. Die Bestände können sich nicht mehr erholen. So steht der Blauflossenthunfisch kurz vor der Ausrottung. Die Fischer fangen praktisch nur noch Jungtiere. Auch andere Thunfischarten sind wie die meisten Meer-Speisefische massiv überfischt. Greenpeace setzt sich vehement für ein umfassendes Netzwerk von Meeresschutzgebieten. Der renommierte Meeresbiologe Prof. Callum Roberts von der Universität York in Grossbritannien hat mit uns gemeinsam mit einem vierzigköpfigen Forscherteam einen wissenschaftlichen Vorschlag entwickelt, demzufolge Schutzgebiete ausserhalb von nationalen Hoheitsgewässern am dringendsten notwendig sind. Die Hohe See gilt zwar als weltweites Gemeingut, trotzdem ist sie der am wenigsten regulierte, kontrollierte und geschützte Raum auf der Erde. Der vorgestellte Entwurf beinhaltet 29 separate Meeresschutzgebiete, die eine hohe Artenvielfalt aufweisen oder die durch menschliche Eingriffe – wie zerstörerische Fischereimethoden – besonders bedroht sind. Meeresschutzgebiete sind Gebiete, in denen jegliche industrielle Nutzung wie Fischerei, Öl- und Gasförderung sowie Sand- und Kies-Abbau verboten sind. Die Fischerei profitiert davon, weil sich da die überfischten Bestände wieder erholen können.

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Petition gegen problematische Agrotreibstoffe

Im Rahmen unserer aktuellen Palmöl-Kampagne, versuchen sich Lebensmittel-und Kosmetikhersteller immer wieder aus ihrer Verantwortung zu reden indem sie den «schwarzen Peter» der Agrotreibstoffindustrie zu schieben. Derzeit macht der Anteil an Palmöl, der in diesen Sektor wandert, ca. 5% aus – allerdings ist dieser Markt stark wachsend. Denn vor dem Hintergrund von Energieknappheit und Klimaerwärmung werden so genannte «Bio»-Treibstoffe von Regierungen und multinationalen Unternehmen als zukunftsweisende Lösung angepriesen. Dies, obwohl immer mehr Studien und Erfahrungen in Produzentenländern belegen, dass der industrielle Anbau der Treibstoffpflanzen das Klima schädigt, wertvolle Ökosysteme zerstört, zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen führt und die Nahrungsmittelsicherheit von Millionen von Menschen gefährdet.

Deshalb hat Greenpeace zusammen mit vielen anderen Organisationen eine Petition lanciert, welche die Einführung von Zulassungskriterien fordert, welche sozial und ökologisch problematische Agrotreibstoffe generell ausschliessen.

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Der Mississippi und sein Delta – ein Strom der Superlative

21. April: Feuerwehr-Boote versuchen den Brand auf der Bohrinsel zu löschen. © The United States Coast Guard

Zwei Wochen nach der Explosion auf der Ölbohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko kommt die Natur den Einsatzkräften zu Hilfe. Günstige Winde verhindern derzeit, dass das Öl am Festland angeschwemmt wird. Trotzdem sprudeln jeden Tag schätzungsweise 700 Tonnen Rohöl ins Wasser. Der riesige Ölteppich im Süden der USA bedroht nicht nur eine immense Artenvielfalt, sondern auch eine ökologisch wertvolle Landschaft und die Lebensgrundlage vieler Menschen.

‘Der Mississippi und sein Delta – ein Strom der Superlative’ weiterlesen

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Ölpest im Golf von Mexiko noch schlimmer als angenommen

Im Golf von Mexiko droht eine der grössten menschverursachten Umweltkatastrophen der Geschichte. Millionen von Tieren und ein einzigartiges Ökosystem mit Mangroven- und Sumpflandschaften fallen demnächst dem Ölteppich zum Opfer. Unzählige Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage. 800′000 Liter Öl fliesst täglich ins Meer. Wieviel genau weiss keiner, es gibt Mutmassungen, dass es noch mehr ist. BP und die Schweizer Firma Transocean haben offenbar aus Spargründen bewusst darauf verzichtet, ein Sicherheitsventil einzubauen, das die Bohrlöcher im Notfall via Funk hätte verschliessen können. Update: Entgegen früheren Informationen, hat die Firma offenbar schon ein Sicherheitsventil eingebaut, dieses hat aber nicht richtig funktioniert. BP trägt also die volle Verantwortung. Aber auch die US-Regierung ist nicht schuldlos. Sie hat sich zu lange zur Marionette der Ölkonzerne machen lassen und versäumt es nach wie vor, sich von der Abhängigkeit des Schwarzen Goldes zu lösen. Denn solange in der See und insbesondere in der Tiefsee nach Öl gebohrt wird, so lange wird das Risiko einer Umweltkatastrophe wie wir sie jetzt erleben, bewusst einkalkuliert. Für das Mississippi-Delta ist es leider zu spät. Hier kann man nur noch aufräumen. Der Einsatz von Chemikalien ist für die Umwelt etwa gleich schädlich wie das Öl selber. Aber es braucht ein Umdenken. Es braucht eine moderne, saubere und sichere Energiezukunft.

Mehr zu dieser Katastrophe bei Greenpeace USA

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Kanton Basel Land: Abstimmungskampf eröffnet – mit diesem Plakat wollen wir gewinnen!

Mit einer Pressekonferenz hat das Komitee heute den Abstimmungskampf «Chemiemüll weg – 2x JA für sauberes Wasser» eröffnet. Das Interesse am Abstimmungsplakat ist enorm!

Der bekannte Schweizer Künstler Hans Erni schuf das Plakat «Rettet das Wasser» im Jahr 1961 unter anderem in Zusammenarbeit mit der Basler Chemiefirma Ciba, um auf die zunehmende Wasserverschmutzung aufmerksam zu machen. Heute ist das Plakat aktueller denn je!

Unterstützen Sie den Abstimmungskampf und sanieren Sie mit: www.facebook.com/totalsanieren

Mehr Informationen auf www.totalsanieren.ch

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Illegales Walschlachten soll belohnt werden

1.5.2006: Walfänger an Bord eines Schiffes der japanischen Walfangflotte im Südpolar Meer. © Greenpeace / Jeremy Sutton-Hibbert

Eine Arbeitsgruppe der Internationalen Walfangkommission (IWC) schlägt einen mehr als fragwürdigen «Kompromiss» zwischen Walschützern und Walfängern vor: Japan, Norwegen und Island sollen offizielle Abschussquoten für kommerziellen Walfang erhalten, und zwar nicht nur für Mink-, und Finnwale, sondern sogar für die besonders gefährdeten Buckelwale! Eine fürstliche Belohnung dafür, dass diese Länder jahrzehntelang bestehendes Völkerrecht ignoriert haben! Der «Preis», den Japan für diesen Deal zu zahlen hätte, wäre ein Zurückfahren des bisherigen «wissenschaftlichen» Walfangs im Laufe der nächsten zehn Jahre.

Wird der Vorschlag von der IWC, die vom 21.–25. Juni in Agadir tagen wird, angenommen, dürfen die Walfänger ganz offiziell Wale im südpolaren Walschutzgebiet abschlachten. Das bisher bemühte Deckmäntelchen der Wissenschaft können sie dann getrost abstreifen, das seit 1986 geltende Walfang-Moratorium wäre gefallen…

Ein weiterer Effekt: Island ginge in punkto Walfang gestärkt in die EU-Beitrittsverhandlungen. Es hätte gute Chancen, eine Walfang-Extrawurst herauszuhandeln, obwohl in der EU der Walfang eigentlich verboten ist.

Dreimal hat sich die IWC-Arbeitsgruppe in den vergangenen Monaten getroffen, um diesen Vorschlag zu erarbeiten. Die Höhe der Fangquoten steht noch nicht fest, aber man ist sich laut eines Kommissionssprechers sicher «dass deutlich weniger Wale geschossen werden als bisher…».

Es wäre fast schon zum Lachen – wenn es nicht so traurig wäre. Nachdem die Wale jahrhundertelang wegen ihres Specks und Trans, als Lieferant für Lampenöl, Verstärkung für Korsetts und Reifröcke gnadenlos dezimiert wurden, sollen sie nun, obwohl sich die Bestände noch lange nicht erholt haben, wegen purer Machtpolitik weiterabgeschlachtet werden. Hinzu kommen weitere Gefahren durch Wasserverschmutzung, Lärm und Kollisionen aufgrund der immer intensiverem Schifffahrt, Beifang durch industrielle Fischerei und Klimawandel. Und zuguterletzt finden nur ein paar ausgesuchte Stückchen der Meeres-Riesen zahlungskräftige Käufer, während der grosse Rest ihres Fleisches als Katzenfutter endet oder in Kühlhäusern vergammelt.

Japan hat bereits verlauten lassen, dass es die Einführung der kommerziellen Waljagd an der Küste begrüsst, aber keinesfalls bereit sei, die Quote für seinen «wissenschaftlichen» Walfang so zu senken, wie es die IWC-Arbeitsgruppe vorsieht. Logisch, warum nicht den ganzen Arm nehmen, wenn jemand die Hand hinstreckt?! Dieser kreaturverachtenden Unmässigkeit kann nur ein entschlossenes Auftreten aller Länder einen Riegel schieben, die bisher das Walfangverbot verteidigt haben, einschliesslich der Schweiz. Der vollkommen sinnlosen, unzeitgemäßen und barbarischen Jagd auf die grössten Lebewesen der Erde muss endlich ein Ende gesetzt werden!

Unterstützen Sie die Petition von AVAAZ.org!

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Neue Beweise für Urwaldzerstörung durch Sinar Mas

Greenpeace hat heute in Singapur brandneues Beweismaterial für die Urwaldzerstörung durch den Palmöl-Produzenten Sinar Mas vorgelegt. Es zeigt, wie Firmen der Sinar-Mas-Gruppe weiterhin illegal Urwälder zerstören, um Platz für neue Ölpalm-Plantagen zu schaffen. Wir haben die Dokumente anlässlich der Generalversammlung von Golden Agri Resources, dem Palmöl-Zweig der Sinar-Mas-Gruppe, veröffentlicht.

Diese Bilder wurden am 26. April 2010 aufgenommen. Sie zeigen die illegale Urwaldzerstörung durch die Sinar-Mas-Tochter PT Buana Adithama (BT BAT) auf Zentral Kalimantan, Indonesien:

Die Urwaldzerstörung auf Indonesien heizt das Klima an und vernichtet die Lebensgrundlage der vom Aussterben bedrohten Orang-Utans. Vor zwei Wochen deckte Greenpeace auf, wie eine andere Tochterfirma der Sinar-Mas-Gruppe Urwälder zerstört, welche laut der UNEP (dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen) als Orang-Utan-Habitat gilt.

Greenpeace fordert Firmen wie Nestlé auf, Palmöl aus Urwaldzerstörung komplett aus ihrer Beschaffungskette zu entfernen. Unterstützen Sie unsere Forderung mit einem Protestmail an den CEO von Nestlé!

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Gigantische Öl-Katastrophe in Mexiko

21. April: Feuerwehr-Boote versuchen den Brand auf der Bohrinsel zu löschen. © The United States Coast Guard

Einmal mehr sieht sich die Welt mit der Gefahr einer gigantischen Ölkatastrophe konfrontiert. Wer hat sie nicht im Kopf, die Bilder von pechschwarzen, verklebten und dem Tod geweihten Seevögeln? Der Golf von Mexiko im Süden der USA birgt eine immense Artenvielfalt. Unzählige Arten von Seevögeln, Meeresschildkröten, Meeressäugern und Fischen finden dort nährstoffreiche Gewässer. Derzeit laicht im Golf der vom Aussterben bedrohte Blauflossenthunfisch.

Aus dem Leck strömen täglich rund 160′000 Liter Rohöl in den Golf von Mexiko. Ein Ölteppich bedeckte bis zum Sonntag eine Fläche von mehr als 1500 Quadratkilometern. Bisher verhindert der starke Seegang und der heftige Wind, dass der Ölteppich dicker wird und zur Küste zieht. Das schlechte Wetter verhindert aber leider im Moment auch die Rettungsarbeiten. Nun soll ein Tauchroboter zum Einsatz kommen.

BP hat die gesunkene Plattform von der weltweit grössten Tiefsee-Ölbohrfirma Transocean mit Sitz in der Schweiz geleast. Elf Arbeiter gelten nach dem Unglück als vermisst. Diese menschliche und ökologische Tragödie zeigt erneut auf, wie gefährlich die Bohrung nach Öl ist. US-Präsident Obama liess unlängst verlauten, dass er Ölbohrungen vor der Küste der USA weiterhin erlauben und sogar fördern will.

UPDATE 29.04.2010:

Es scheint noch viel schlimmer als bisher angenommen. Die Ölpest vor der US-Küste hat ein verheerendes Ausmass angenommen. Nun scheint durch ein weiteres Loch Rohöl ins Meer zu entweichen. Die Behörden gehen davon aus, dass rund 800′000 Liter Rohöl pro Tag aus den Lecks austreten. Es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis der gigantische Ölteppich – der Umfang beträgt knapp 1000 Kilometer – auf die Küste treffe. Das Hauptbohrloch befindet sich in 1500 Metern Tiefe. Dies zu stopfen gestaltet sich äusserst schwierig. Und die Kräfte vor Ort sind sich auch nicht sicher, ob das Abbrennen des Ölfilms den Teppich von der Küste fernhält, wo er auf eine enorme Artenvielfalt treffen würde. Was Greenpeace USA dazu sagt und macht: http://www.greenpeace.org/usa/

UPDATE  03.05.2010

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Schick Nestlé eine Protest-Postkarte!

Letzten Freitag waren Greenpeace-Aktivisten an der GV von Nestlé und machten klar, dass wir nicht ruhen werden bis Nestlé tatsächlich handelt. Unterdessen sind über 200′000 Protestmails beim CEO von Nestlé eingegangen. Um noch mehr Druck zu erzeugen kannst du an Nestlé adressierte Protest-Postkarten bestellen und in deinem Bekanntenkreis verteilen.

Da Nestlé auf unsere Forderungen eingegangen ist, können keine Postkarten mehr bestellt werden. Danke für deine Unterstützung!!!

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