Auch Kumi Naidoo, der neue Geschäftsführer von Greenpeace International, war an der gestrigen Preisverleihung in Davos.
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16:00 Uhr: Die Preisverleihung ist vorüber und somit auch die live Berichterstattung.
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Der Saal im Davoser Hotel Montana füllt sich langsam. Wir werden ab 14:00 Uhr auf diesem Blog die Preisverleihung live begleiten.
Bis gestern Mitternacht sind auf www.publiceye.ch über 20′000 Stimmen für den Publikumspreis eingegangen. Der «People’s Award» geht an Roche für die umstrittenen Forschungen mit dem Medikament «Cell Cept» in China.
14:10 Uhr: Bruno Heinzer von Greenpeace Schweiz und Oliver Classen von der Erklärung von Bern begrüssen das Publikum. Der Davoser Landammann Hans-Peter Michel tritt auf die Bühne. Er fordert mehr Dialog: «Die Mächtigen müssen mehr zuhören».
14:15 Uhr: Oliver Classen spricht den Hinterblibenen des verstorbenen Sicherheitschefs sein Beileid aus. Jürgen Trittin musste aus gesundheitlichen Gründen absagen. Auch Joseph E. Stiglitz kann nicht vor Ort sein. Grund: technische Probleme mit einer Flugmaschine der SWISS am New-Yorker JFK Flughafen. Er wird aber nächstes Jahr an der Preisverleihung teilnehmen.
14:18 Uhr: Als Ersatz für die Ansprache wird ein Videostatement von Joseph Stiglitz vorgeführt. Das ganze Video von Stiglitz auf YouTube.
14:35 Uhr: Das Programm findet ohne Pause statt. Oliver Classen bittet Julia Jentsch, die Moderatorin der Preisverleihung, auf die Bühne.
14:36 Uhr: Julia Jentsch: «Normalerweise wenn ich auf der Bühne stehe, spiele ich Theater – das ist heute nicht der Fall. Das Theater findet heute ein paar Hundert Meter weg von uns statt. An unserer Konkurrenzveranstaltung im Kongresszentrum.»
Julia Jentsch stellt die vier verschiedenen Awards vor: den «Global Award», den «Swiss Award», den «Greenwash Award» und den «People’s Award».
Zum «Gobal Award»: Auf der Shortlist standen der Stahlkonzern Arcelor Mittal, GDF Suez und die Royal Bank of Canada.
Gewinner ist die Royal Bank of Canada. Wie kein anderes Finanzinstitut ermöglicht die Royal Bank of Canada (RBC) den Abbau von Öl aus Teersand im kanadischen Alberta. Das schmutzigste Öl der Welt wird derzeit auf einer Fläche aus der Erde gepresst, die grösser ist als die Schweiz und Österreich zusammen. Die RBC investierte in den letzten zwei Jahren mit 20 Milliarden US-Dollar in die Teersand-Industrie. Die nominierende NGO «Rainforest Action Network» fordert die Bank auf, diese Investitionen stattdessen in grüne und erneuerbare Energien zu stecken.
14:47 Uhr: Brant Olson vom Rainforest Action Network tritt auf die Bühne.
14:54 Uhr: Public-Eye-Rapper Greis und ex-Sens-Unic-Mitglied Carlos Léal treten auf die Bühne. Eine kleine Weltpremiere «Teil vo dr Lösig» billingue. «Un autre monde est possible!»
14:59 Uhr: Und es geht rasant weiter. Auf der Shortlist für den «Swiss Award» steht Farner PR, für ihre Bespitzelung der GSoA. Das Internationale Olympische Komitee für die Enteignung von Ureinwohnern in Kanada. Zu schlechter Letzt: der Pharma Konzern Roche, welcher sich keinen Deut darum kümmert, woher die transplantierten Organe für ihre Studie in China stammen. Roche produziert das Medikament «CellCept», welches die Abstossung von transplantierten Organen verhindern soll.
Gewinner des Swiss Award: Roche.
Ein Ausschnitt aus einer BBC Reportage zum Organhandel in China wird gezeigt. Der grösste Teil der transplantierten Organe in China stammt von hingerichteten Gefangenen.
15:07 Uhr: Pascal Durisch tritt auf die Bühne.
15:15 Uhr: Greis tritt auf die Bühne und erzählt vom Erfolg des letzten «Swiss Award»: Die BKW zog sich nach mehrmaligem Nachhaken aus dem Kohlekraftwerkprojekt in Dörpen zurück. Greis verspricht, zusammen mit Carlos Léal, auch in diesem Jahr Druck auf den Preisträger zu machen.
15:17 Uhr: Patrick Frey tritt als «Corporate Flexibility Advisor» auf und gibt Roche Tipps, wie mit dem Preis umzugehen sei – Bitterbös!
15:27 Uhr: Der «Greenwash Award» geht an das «UNO CEO Water Mandate».
Weitere Nominierte für den Greenwash Award waren der Roundtable für nachhaltige Soja und die Gesundheitsförderung Schweiz.
Auch hier ist der eingeladene Vertreter des Award-Empfängers nicht anwesend. Eingeladen war Peter Brabeck, CEO von Nestlé. Stattdessen spricht Richard Girard von der nominierenden NGO Polaris Institute.
Richard Girard bittet den brasilianischen Wasser-Aktivisten Franklin Frederick auf die Bühne. Dieser erinnert an die Nestlé-Spitzelaffäre.
Last but not least: Der «People’s Award» geht, wie der «Swiss Award», an Roche. Dicht gefolgt auf Platz 2 steht GDF Suez für seine massgebliche Beteiligung am Bau des Jirau-Staudammes am Rio Madeira, Brasilien. Ungeachtet massiver Proteste der Zivilgesellschaft und der Umweltbehörden. Mehr zu diesem Fall auf publiceye.ch
Bruno Heinzer und Oliver Classen ziehen ein Résumé der Public Eye Awards. Allen voran wird Julia Jentsch verdankt. Gefolgt von den Public Eye Stammgästen Patrick Frey und Greis. Und natürlich Carlos Léal sowie den Laudatoren aus Kanada, den USA, Brasilien und Lausanne. Ein herzliches Danke an alle, die auf publiceye.ch abgestimmt haben und das Voting bekannt gemacht haben.
Gestern deckten wir zusammen mit unserem PublicEye-Partner, der Erklärung von Bern, das Geheimtreffen der Schweizer Wirtschafts- und Politelite mit einer nächtlichen Scheinwerfer-Aktion auf. Es war eine der aufregendsten und unwägbarsten Aktionen in meiner bald 14jährigen Greenpeace-Zeit: bis zur letzten Sekunde wussten wir nicht, ob die Firmenbosse, Bundesräte und Parteispitzen tatsächlich zum vermuteten Zeitpunkt im Nestlé-Tagungszentrum am Genfersee aufkreuzen würden. Die Zeit lief uns allmählich davon, dem vor Ort wartenden TV-Team lief die Zeit davon, bald würde es zu spät werden für eine Ausstrahlung im 10vor10…
Dann ging’s blitzschnell: ein Bus mit den illustren Gästen, die schwarze Limousine von Gastgeber und Nestlé-Chef Brabeck fuhren vor, die Filmequipe spurtete an den «Tatort» um Bilder und Interviews zu schiessen, die Greenpeace-Aktivisten starteten zeitgleich ihre «Lightshow»: ein riesiger Beamer projizierte ein mehrere Meter grosses «Public Eye is watching you» an die Fassade des schlossähnlichen Geheimtreffpunkts. Ein Suchscheinwerfer glitt über das Gebäude, während von seiner Rückseite ein gewaltiger Lichtstrahl in den Himmel schoss.
Der nur zwei Stunden später ausgestrahlte Fernsehbericht dauerte rekordverdächtige 5 Minuten und die Steilvorlage wurde auch von anderen Medien, wie Blick-online am Tag danach aufgenommen. Doch nicht nur diese zwei Ziele, die wir uns gesetzt haben, wurden mehr als erfüllt. Bereits heute, nur ein Tag nach der Aktion, kommt Bewegung in den «Geheimbund». Die SP-Parteispitze, obwohl auch zum Treffen eingeladen, distanziert sich im Blick-Artikel von der «Heimlichtuerei». Das erhöht nun den Druck auf die anderen Parteien.
PS: Haben Sie schon die übelste Firma für die den Publikumspreis der Public Eye Awards gewählt?
Die Klimakonferenz in Kopenhagen ist gescheitert und was übrig bleibt ist, dass unsere vier Aktivisten unter fadenscheinigen Gründen weiterhin in Untersuchungshaft sitzen. Mehr dazu hier. Aber wir lassen uns dadurch nicht aus der Ruhe bringen und decken auch im 2010 auf, welche Firmen und Politiker besonders verantwortungslos agieren.
Mit den Public Eye Awards setzen wir zusammen mit der Erklärung von Bern einen kritischen Kontrapunkt zum Weltwirtschaftsforum (WEF). Den unsozialsten und umweltschädlichsten Unternehmen des Jahres werden am 27.1.2010 in Davos vier Schmähpreise verliehen. Drei davon – in den Kategorien «Global», «Swiss» und «Greenwash» – werden von einer Fachjury vergeben. Der Gewinner des «People’s Award» wird auf dieser Website vom Publikum erkoren. Die Abstimmung läuft vom 14. bis 26. Januar. Mit diesen «Auszeichnungen» zeigen wir den Akteuren der Weltwirtschaft, dass Menschen und Umwelt verachtende Geschäftspraktiken Konsequenzen haben – für die davon Betroffenen, aber auch für das Firmenimage.
Bis das Voting startet, kannst du auf der publiceye.ch einen kleinen Blick hinter die Lügen-Fassaden werfen. Doch dazu brauchst du die Hilfe deiner (Facebook-)Freunden.
Aktivisten von Greenpeace und der Erklärung von Bern haben gestern Abend in Davos mit Lichtprojektionen eine stärkere Regulierung von transnationalen Unternehmen gefordert. Mehr dazu auf www.publiceye.ch
Nach den gestrigen Public Eye Awards fordern die Erklärung von Bern und Greenpeace stärkere internationale Kontrolle von Konzernen und dabei eine Führungsrolle der USA. Aktivisten haben auf der Sunniberg-Brücke vor Davos zwei Banner mit der Aufschrift «Mr. Obama: Regulate Corporations Now!» aufgespannt. Mit der Aktion lancieren die beiden NGOs einen Offenen Brief an Barack Obama. News zur Aktion auf greenpeace.ch
Rechtzeitung zur Eröffnung des Weltwirtschaftsforums WEF in Davos wurden heute an der von der Erklärung von Bern und Greenpeace organisierten Gegenveranstaltung Public Eye die Awards für die verantwortungslosesten Unternehmen verliehen. Den Preis in der Kategorie «Swiss Awards» gewinnt die Bernischen Kraftwerke BKW für ihr Kohlenkraft-Projekt im Deutschen Dörpen.
Das WEF hat mit der globalen Finanzkrise ein zusätzliches Legitimationsproblem erhalten. Sogar die NZZ hat heute Vorbehalte gegenüber den Beteuerungen, das WEF trage bei den Zustand der Welt zu verbessern:
Der Verpflichtung, den Zustand der Welt zu verbessern, die sich das WEF selbst auf die Fahnen geschrieben hat, konnte man in den letzten Jahren jedenfalls ausgerechnet in der Kernkompetenz des WEF, der Wirtschaft, nicht gerecht werden. Genau in dieser Zeit passierten nämlich all die ungeschickten, dummen, unanständigen, unverantwortlichen bis hin zu verbrecherischen Irrungen und Wirrungen, die zur Krise führten, und nicht wenige der in den verschiedenen WEF-Programmen als Lichtgestalten dargestellten Exponenten aus Unternehmen und Wirtschaftspolitik tragen dafür Verantwortung. Quelle: NZZ
Wieder mal steht das WEF vor der Tür. Auch dieses Jahr schaut das Public Eye den Konzernen auf die Fingern und entlarvt die grössten Übeltäter. Die Erklärung von Bern und Greenpeace haben heute die Nominierten für die unterschiedlichen Kategorien bekanntgegeben.
Für den «People’s Award», welcher über ein Voting auf publiceye.ch verliehen wird, sind unter anderen Nestlé für ihre Spionage-Aktionen, die BKW für ihr Kohlekraftwerk-Projekt in Deutschland und Tesco für die Ausbeutung von Näherinnen in Bangladesh nominiert.
Auch im 2009 sind viele Konzerne noch weit weg von dem, was Corporate Social Responsibility sein sollte. Deshalb ist es wichtig, auch weiterhin die übelsten Beispiele zu entlarven. Zum Voting auf publiceye.ch
Vor den Toren des Weltwirtschaftsforums haben die Erklärung von Bern und Pro Natura wieder die unverantwortlichsten Konzerne des Jahres gekürt. Mit einem Anti-Oskar für besonders übles Firmenverhalten bestraft werden heuer der französische Atommulti Areva und der Zuger Rohstoffriese Glencore.
Der Nuklearkonzern französische Staatsunternehmen Areva S.A. baut im Norden Nigers unter skandalösen Bedingungen Uran ab. Minenarbeiter werden nicht über Gesundheitsrisiken informiert und Analysen zeigen Kontaminationen von Luft, Wasser und Boden.
Die im Steuerparadies Zug ansässige Rohstoffgruppe Glencore operiert so intransparent wie skrupellos. In Kolumbien verursachen Glencores Kohleminen massive Umweltverschmutzungen und Gesundheitsschäden bei der Bevölkerung.
Zum vierten mal in Folge werden zeitgleich zum Weltwirtschaftsforum Davos die «Public Eye Awards» verliehen. Neben den «Public Eye Awards» für besonders Menschen und Umwelt verachtendes Konzernverhalten wird dieses Jahr zum ersten Mal ein «People’s Award» vergeben. Wer den «People’s Award» dieses Jahr besonders verdient hat bestimmt Ihr auf publiceye.ch











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