Archiv für die Kategorie 'Wale und Delfine'

Konferenz gescheitert: Ein Desaster für die Wale

Die Walfangkonferenz in Agadir, Marokko ist gescheitert. Die Verhandlungen zur Zukunft der Internationalen Walfangkommission (IWC) sind keinen Schritt weitergekommen. In den vergangenen beiden Tagen haben es zehn Arbeitsgruppen während insgesamt 30 Treffen mit unterschiedlicher Besetzung nicht geschafft, den Vorschlag des IWC-Vorsitzenden in eine abstimmungsfähige Form umzusetzen. 

Die Konferenz ist ein Desaster für die Wale. Auch künftig wird es Japan, Norwegen und Island erlaubt sein, tausende Wale zu töten. Entweder unter dem Deckmantel der so genannten Wissenschaft oder weil diese Staaten das Moratorium nicht anerkennen. Hinter verschlossenen Türen ist es den Regierungsdelegationen an der IWC-Konferenz lediglich gelungen einmal mehr den Status Quo zu halten.

Jetzt ist es für die Walschutznationen an der Zeit, nicht nur zu reden, sondern politisch zu handeln, um Japan, Norwegen und Island vom Walfang abzubringen. Jetzt muss man neue Wege entwickeln, die aus der Walfangkommission eine Walschutzkommission machen und das Gremium endlich ins 21. Jahrhundert führen.

Walfangkonferenz: Fauler Kompromissvorschlag bedroht Wale

In Agadir in Marokko hat heute die 62. Jahreskonferenz der Internationalen Walfangkommission (IWC) begonnen. Hierbei stehen insbesondere die Quoten für den Walfang im Fokus. Die Stimmung ist gereizt. Ein fauler Kompromissvorschlag könnte nun das kommerzielle Walfangverbot ausser Kraft setzen. Der Plan sieht die Einführung von kommerziellen Fangquoten vor. Das Moratorium würde damit faktisch aufgehoben. Es sollen sogar Quoten für bedrohte Walarten wie Finn- und Seiwale vergeben werden. Japan und Norwegen reiben sich die Hände, denn ihre Strategie geht auf: Jahrelange Ignoranz der IWC-Beschlüsse und eigenmächtig vergebene Quoten machen sich bezahlt. Das ist ein Skandal.

Vor der IWC-Tagung hatten britische Medienschaffende enthüllt, dass alle Spesen des IWC-Vorsitzenden Anthony Liverpool aus Antigua und Barburda von Japan bezahlt werden. In den letzten 20 Jahren zahlte Japan Milliarden Dollar an Staaten der Karibik, des Pazifiks und Afrikas, die seither der IWC beitraten und Japans Walfanginteressen unterstützen. Das Schlimmste befürchten lässt nun die heutige Entscheidung der IWC-Führung, die öffentlichen Gespräche für zwei Tage auszusetzen und bis dahin stattdessen hinter verschlossenen Türen weiterzuverhandeln. Das zu bewerten ist derzeit schwierig. Die Wale könnten aber leider durchaus die Leidtragenden sein.

Greenpeace ist als Beobachter vor Ort und setzt sich mit Nachdruck für einen Ausbau des Walschutzes ein.

Der Spiegel berichtet umfassend über das Thema.

Die Ölpest im Golf von Mexiko: Auch eine Katastrophe für das Leben unter Wasser

Putzaktion an einem Strand in «Grand Isle» am 8. Juni. Mittlerweile sind 160 km der Küste ölverschmutzt. © Jose Luis Magana / Greenpeace

Das Deepwater Horizon-Unglück von BP nimmt immer mehr Ausmasse an, die an ein «Tschernobyl der Meere» denken lassen. Im Unterschied zu «herkömmlichen» Tankerunglücken handelt es sich hier nicht um eine endliche Menge Öl, die sich dann, wenn auch unendlich langsam, im Laufe der Jahrzehnte auflöst. Es geht auch nicht «nur» um Öl an der Wasseroberfläche, sondern es strömt eine massive Menge Öl aus dem Meeresgrund, Sekunde um Sekunde, Woche um Woche und ein Ende ist nicht abzusehen. Sprudelt die braune Brühe weiter bis Ende Jahr – was leider durchaus realistisch ist – wird die bisher beim grössten Tankerunglück freigesetzte Ölmenge bereits um mehr als das zehnfache übertroffen sein.

Sichtbar sind bis jetzt vor allem die Schäden an Mangroven, Strand- und Meeresvögeln. Das stille Sterben unter Wasser bleibt den Blicken und Kameras der Weltöffentlichkeit verborgen. Das heisst aber nicht, dass es nicht stattfindet.

Ganz im Gegenteil: So ist der Golf von Mexiko das Laichgebiet der westlichen Population des Roten Thunfischs (auch als Blauflossenthun bekannt). Die östlichen Laichgründe sind im Mittelmeer. Er ist wegen zu starker Überfischung akut vom Aussterben bedroht. Und er laicht genau in der Zeit von April bis Mai. Falls die Fische überhaupt in den verschmutzten Golf gelangen und dort ablaichen, werden der Laich, und die sich entwickelnden Kleinstlarven die an der Oberfläche treiben, in dem dortigen Gemisch aus Öl und dem von BP flächendeckend ausgebrachten giftigem Dispersionsmittel keine Überlebenschance haben. Der Golf von Mexiko ist zudem auch Laichgebiet anderer höchst gefährdeter Grossraubfische wie Gelbflossen-Thun, Schwertfisch und Marlin. Und auch ausgewachsene Tiere sind direkt durch die Ölpest bedroht. Das in Tropfen im Wasser schwebende Öl droht die Fische zu vergiften oder ihre Kiemen zu verstopfen. Wale und Delfine, die zum Luft holen regelmässig an die Meeresoberfläche auftauchen müssen, drohen die Atemlöcher zu verkleben. Von den fünf im Golf vorkommenden Seeschildkröten-Arten sind drei vom Aussterben bedroht –auch sie sind vom Öl direkt bedroht.

Und, auch das eine neue Dimension der Meeresverschmutzung, da zum ersten Mal ein so gigantisches Ölunglück auf 1500 Metern Tiefe stattfindet, können die Auswirkungen auf die Tiefsee-Lebewesen nur vage abgeschätzt werden. Es ist aber klar, dass gerade Tiefseefische, die nur einen kleinen, räumlich scharf begrenzten Lebensraum haben, sehr stark von Verschmutzungen betroffen sind. Zudem ist die Tiefsee normalerweise sehr stabil – die dortigen Lebewesen reagieren entsprechend verletzlich auf Änderungen ihrer Umgebung.
Tiefsee-Lebewesen entwickeln sich zudem nur äusserst langsam und brauchen zum Teil Jahrzehnte bis sie geschlechtsreif sind. Die im Golf erst kürzlich entdeckten Tiefsee-Korallen würden sich, wenn überhaupt, erst in Jahrhunderten wieder erholen.

Es bleibt als einziger Hoffnungsschimmer, dass diese himmeltraurige Katastrophe wenigstens, ähnlich wie Tschernobyl, zu einem globalen Umdenken führt. Zur grundsätzlichen Frage, wie viel Umweltzerstörung wir in Kauf nehmen wollen, um weiterhin mit unseren Benzinkarossen durch die Gegend brausen zu können.

Anderthalb Jahre Gefängnis für gewaltlose Walschützer?

Greenpeace-Aktivist Junichi Sato (links) zusammen mit seinem Anwalt an einer Pressekonferenz. © Jeremy Sutton-Hibbert / Greenpeace

Ziemlich genau zwei Jahre, nachdem Junichi Sato und Toru Suzuki einen Korruptionsskandal in der japanischen Walfangindustrie aufgedeckt hatten, ging heute in Aomori, im Norden Japans, der Prozess gegen die beiden Greenpeacer zu Ende.

Und zwar mit einem Schock: der Staatsanwalt fordert 18 Monate Gefängnis! Dass die beiden Walschützer das Walfleischpaket nur als Beweisstück vorübergehend an sich genommen hatten, um die Verschleuderung von Staatsgeldern aufzudecken – also im Interesse eines übergeordneten Ziels – klammerte der staatliche Ankläger völlig aus. Und dies, obwohl die UNO-Menschenrechts-Kommission bereits die 23 Tage Untersuchungshaft als unzulässige Einschränkung der Meinungsäusserungsfreiheit gegenüber der Japanischen Regierung gerügt hatte. Die Gefängnisstrafe müsste ohne Bewährung und bis auf den letzten Tag abgesessen werden.

Ich habe ein Jahr lang mit Junichi im Greenpeace-Büro in Tokyo zusammengearbeitet. Er ist ein engagierter, äusserst seriöser Greenpeace-Mitarbeiter. Nie würde er Gewalt anwenden, nie etwas Illegales tun, wenn es nicht unbedingt für einen höheren Zweck erforderlich ist. Der Gedanke, dass er und sein Kollege Toru über ein Jahr hinter Gitter soll, über ein Jahr von seiner Frau und seinem kleinen Kind getrennt sein soll, ist für mich kaum auszuhalten. Das kann doch nicht sein! Weder der gewaltlose Protest gegen den absolut überflüssigen, grausamen und umweltverachtenden Walfang, noch ein simpler, vorübergehender Diebstahl können eine solche Strafe rechtfertigen. Das Urteil kann nur politisch verstanden werden, als Urteil gegen Greenpeace und seinen Widerstand gegen das japanische Waltötungs-Programm. Es ist nicht vor Ende August zu erwarten.

In zwei Wochen, am 21. Juni beginnt die 62. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission IWC in Agadir, Marokko. Dort wird die japanische Regierung erneut fordern, das Walfangverbot aufzuheben und Fangquoten für die japanische Flotte zu vergeben. Greenpeace wird – mit Junichi, falls er ausreisen kann! – zugegen sein und weiterhin dagegen halten. Wir sind auch mit der Schweizer IWC-Delegation in Kontakt und versuchen, ihre Unterstützung gegen den Walfang und für ein faires Urteil für Junichi und Toru zu gewinnen.

Auch Sie können helfen! Unterschreiben Sie das Protestmail an den japanischen Aussenminister.

Illegales Walschlachten soll belohnt werden

1.5.2006: Walfänger an Bord eines Schiffes der japanischen Walfangflotte im Südpolar Meer. © Greenpeace / Jeremy Sutton-Hibbert

Eine Arbeitsgruppe der Internationalen Walfangkommission (IWC) schlägt einen mehr als fragwürdigen «Kompromiss» zwischen Walschützern und Walfängern vor: Japan, Norwegen und Island sollen offizielle Abschussquoten für kommerziellen Walfang erhalten, und zwar nicht nur für Mink-, und Finnwale, sondern sogar für die besonders gefährdeten Buckelwale! Eine fürstliche Belohnung dafür, dass diese Länder jahrzehntelang bestehendes Völkerrecht ignoriert haben! Der «Preis», den Japan für diesen Deal zu zahlen hätte, wäre ein Zurückfahren des bisherigen «wissenschaftlichen» Walfangs im Laufe der nächsten zehn Jahre.

Wird der Vorschlag von der IWC, die vom 21.–25. Juni in Agadir tagen wird, angenommen, dürfen die Walfänger ganz offiziell Wale im südpolaren Walschutzgebiet abschlachten. Das bisher bemühte Deckmäntelchen der Wissenschaft können sie dann getrost abstreifen, das seit 1986 geltende Walfang-Moratorium wäre gefallen…

Ein weiterer Effekt: Island ginge in punkto Walfang gestärkt in die EU-Beitrittsverhandlungen. Es hätte gute Chancen, eine Walfang-Extrawurst herauszuhandeln, obwohl in der EU der Walfang eigentlich verboten ist.

Dreimal hat sich die IWC-Arbeitsgruppe in den vergangenen Monaten getroffen, um diesen Vorschlag zu erarbeiten. Die Höhe der Fangquoten steht noch nicht fest, aber man ist sich laut eines Kommissionssprechers sicher «dass deutlich weniger Wale geschossen werden als bisher…».

Es wäre fast schon zum Lachen – wenn es nicht so traurig wäre. Nachdem die Wale jahrhundertelang wegen ihres Specks und Trans, als Lieferant für Lampenöl, Verstärkung für Korsetts und Reifröcke gnadenlos dezimiert wurden, sollen sie nun, obwohl sich die Bestände noch lange nicht erholt haben, wegen purer Machtpolitik weiterabgeschlachtet werden. Hinzu kommen weitere Gefahren durch Wasserverschmutzung, Lärm und Kollisionen aufgrund der immer intensiverem Schifffahrt, Beifang durch industrielle Fischerei und Klimawandel. Und zuguterletzt finden nur ein paar ausgesuchte Stückchen der Meeres-Riesen zahlungskräftige Käufer, während der grosse Rest ihres Fleisches als Katzenfutter endet oder in Kühlhäusern vergammelt.

Japan hat bereits verlauten lassen, dass es die Einführung der kommerziellen Waljagd an der Küste begrüsst, aber keinesfalls bereit sei, die Quote für seinen «wissenschaftlichen» Walfang so zu senken, wie es die IWC-Arbeitsgruppe vorsieht. Logisch, warum nicht den ganzen Arm nehmen, wenn jemand die Hand hinstreckt?! Dieser kreaturverachtenden Unmässigkeit kann nur ein entschlossenes Auftreten aller Länder einen Riegel schieben, die bisher das Walfangverbot verteidigt haben, einschliesslich der Schweiz. Der vollkommen sinnlosen, unzeitgemäßen und barbarischen Jagd auf die grössten Lebewesen der Erde muss endlich ein Ende gesetzt werden!

Unterstützen Sie die Petition von AVAAZ.org!

Zehn Jahre Gefängnis für japanische Walschützer?

Prozess gegen zwei Walschützer in Japan unter scharfer Beobachtung von UNO und Umweltorganisationen

15.02.2010: Toru Suzuki (links) und Junichi Sato (rechts) zusammen mit ihrem Anwalt vor dem Gerichtsgebäude in Aomori, Japan. © Jeremy Sutton-Hibbert / Greenpeace

15.02.2010: Toru Suzuki (links) und Junichi Sato (rechts) zusammen mit ihrem Anwalt vor dem Gerichtsgebäude in Aomori, Japan. © Jeremy Sutton-Hibbert / Greenpeace

Am Montag 15. Februar hat nach einer fast zweijährigen Vorgeschichte in Aomori im Norden Japans der Prozess gegen die zwei Walschützer Junichi Sato und Toru Suzuki begonnen. In dem politisch motivierten Verfahren drohen den beiden Greenpeace-Aktivisten bis zu zehn Jahre Haft

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Heute auf Arte: Der Film «Jagdzeit» über Greenpeace-Aktivisten in der Antarktis

Arte zeigt heute Abend um 20:15 Uhr einen Film über Greenpeace-Aktivisten, die in der Antarktis Wale schützen. In «Jagdzeit – Den Walfängern auf der Spur» begleitet ein Kamerateam die Aktivisten auf ihrer Schiffsreise und bei der Konfrontation mit japanischen Walfängern. Der Film kommt ohne grausame, blutige Bilder aus und zeigt, wie die Mannschaft mit den Herausforderungen des Eismeeres, Heimweh und Versagensängsten kämpft.

Regisseurin Angela Graas und ihr Filmteam fuhren von Dezember 2007 bis Februar 2008 auf dem Greenpeace-Schiff Esperanza mit.

Anfang Jahr hat die neue japanische Regierung bekannt gegeben, dass sie am Walfang festhalten will. Der japanische Aussenminister begründete die Entscheidung mit dem Interesse seiner Landsleute am Walfleischkonsum. Offiziell werden die Tiere jedoch zu wissenschaftlichen Zwecken getötet, weil der kommerzielle Walfang verboten ist. Insgesamt sollen bis März nächsten Jahres 935 Minkewale und 50 Finnwale geschossen werden.

Derzeit stehen in Japan zwei Greenpeace-Aktivisten vor Gericht, weil sie den Handel mit illegalem Wal-Fleisch aufgedeckt hatten. Die japanische Staatsanwaltschaft eröffnete im Februar ein Gerichtsverfahren gegen Junichi Sato und Toru Suzuki wegen angeblichen Diebstahls und Hausfriedensbruchs. Die beiden Greenpeace-Aktivisten Junichi Sato und Toru Suzuki wurden im Juni 2008 festgenommen, nachdem sie für die Aufdeckung eines Skandals rund um das japanische Walfangprogramm wichtiges Beweismaterial sichergestellt hatten. Ihnen drohen bis zu 10 Jahre Haft.

Greenpeace fordert von der japanischen Regierung ein sofortigen Stopp des sinnlosen Waltötens und die Einstellung des ungerechtfertigten Verfahrens gegen die Greenpeace-Aktivisten.

Frau Sigurdardottir: Beenden Sie den Walfang!

Ein restauriertes isländisches Fischerboot welches heute für Whale-Watching genutzt wird.

Johanna Sigurdardottir, die neue Premierministerin von Island, kann eine Vorreiterrolle im Kampf gegen den Walfang spielen. Die Premierministerin war schon vor Ihrer Wahl als Walfang-Gegnerin bekannt. Fordern Sie von Ihr, dass Island den kommerziellen Walfang beendet und sich am diesjährigen IWC-Meeting (International Whaling Commission) für den Walschutz einsetzt. Island gehört neben Norwegen und Japan zu den letzten Walfang-Nationen.

Mehr zum Isländischen Walfang bei Greenpeace International

Japanische Greenpeace-Mitarbeiter angeklagt!

Heute wurde gegen die beiden japanischen Greenpeace Mitarbeiter, welche den grössten Skandal in der japanischen Walfangskandal aufgedeckt haben, angeklagt.

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IWC-Schlussbericht: keine grossen Umwälzungen

An der diesjährigen Konferenz der Internationalen Walfangkommission (IWC) fanden keine grossen Umwälzungen statt. Die wichtigsten Beschlüsse der am 27.6. zu Ende gegangenen Konferenz:
Die Mehrheit der vertretenen Staaten kamen überein, an der zukünftigen Neugestaltung des IWC arbeiten zu wollen (hoffentlich von einer Walfang- mehr Richtung einer Walschutz-Kommission).

Die Errichtung eines grossen Südpazifischen Schutzgebiets für Wale fand leider nicht die erforderliche Dreiviertel-Mehrheit. Andererseits scheiterte glücklicherweise auch der Antrag der Pro-Walfang-Nationen, die für Grönlands «Eigenversorgung der Urbevölkerung» zugestandene Abschuss-Quote um 10 Buckelwale zu erhöhen. Dieses Ansinnen wurde übrigens auch von der Schweizer Delegation unterstützt! Dies ist umso unverständlicher, als im Vorfeld der IWC-Konferenz von Walschützern klare Beweise vorgelegt wurden, dass die in Grönland getöteten Wale nicht nur auf den Tellern der eingeborenen Walfänger landen, sondern von Supermarktketten kommerziell vertrieben werden.

Zusammenfassend muss festgehalten werden, dass die Wale und Delphine nach dieser Konferenz keinen Deut sicherer geworden sind, vor den Harpunen der Walfangflotten, vor Fischernetzen, Unterwasserlärm und Klimawandel. Es ist zwar gut, dass die 80 IWC-Mitgliedstaaten miteinander reden – noch besser wäre es, wenn sie zum Schutz der Meeressäuger auch wirklich handeln würden!

PS: Die beiden japanischen Walschützer Junichi und Toru sitzen immer noch unschuldig in Haft. Bitte unterstützt sie mit einem Protestmail (das dauert nur 1 Minute, versprochen), vielen Dank!

Noch immer unschuldig in Haft: Junichi und Toru brauchen deine Unterstützung

Seit dem 20. Juni 2008 sitzen die beiden Greenpeace-Mitarbeiter Junichi Sato and Toru Suzuki ohne Anklage in Untersuchungshaft. Sie wurden verhaftet, weil sie den grössten Skandal in der Geschichte des japanischen Walfangs aufgedeckt haben: Japanische Walfänger hatten Walfleisch illegal von Bord geschmuggelt und wollten es auf eigene Rechnung verkaufen.

Junichi und Toru konnten ein Paket mit solchem Walfleisch sicherstellen und übergaben diese der japanischen Staatsanwaltschaft. Bis zu 93 solcher mit Walfleisch gefüllten Kisten wurden von der Mannschaft der Fangflotte als persönliches Gepäck deklariert und von Crew-Mitgliedern illegal von Bord gebracht. Der Marktwert des Walfleisches pro Karton liegt bei etwa 3000 US-Dollar.

Wegen genau diesem Beweisstück, das die beiden Walschützer der Staatsanwaltschaft übergeben haben, sitzen sie jetzt in Haft. Die Untersuchungen gegen die Walfänger hingegen wurden unter fadenscheinigen Gründen beendet.

Unterstütze die beiden Walfänger und fordere ihre Freilassung indem du ein Protestmail an die Japanische Regierung unterschreibst.

Fordere andere auf das Protestmail zu unterschreiben. Hier sind Banner, welche du auf deinem Blog einfügen kannst:

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Vielen Dank!

Hilf Mister Splashy Pants die Greenpeacer zu befreien!

Mister Splashy Pants hat auch davon gehört, dass in Tokyo zwei Greenpeace-Mitarbeiter verhaftet wurden, die den grössten Walfleisch-Skandal Japans augedeckt haben. Er ist ganz schön erstaunt darüber, dass die beiden dafür eingesperrt werden, dass sie die Wahrheit ans Licht gebracht haben – und er versucht sie zu retten. Hilf ihm dabei!

Mach mit bei der Online-Petition und fordere die japanische Regierung auf, die beiden Greenpeace-Aktivisten Junichi Sato und Toru Suzuki freizulassen.
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Grönland tötet Wale aus Profitgier – nicht zur Selbstversorgung

Obwohl kommerzieller Walfang seit 1986 von der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) verboten ist, jagt Grönland mit einer Ausnahmebewilligung «zur Selbstversorgung der Urbevölkerung» jährlich über 200 Wale.

Ein «Undercover-Film» der Tierschutzorganisation WSPA zeigt, dass mehr als ein Viertel der getöteten Wale von der privaten Fleischverarbeitungsfirma «Arctic Green Food» mit grossem Profit (über 1 Mio $) an Supermarktketten verkauft wurde. Die eingeborenen Walfänger selber bekamen von dem Geld kaum etwas zu sehen.

Sie gaben auch an, dass der Walfang nur ein sehr kleiner Teil ihres Einkommens ausmache, was den Voraussetzungen für eine IWC-Ausnahmebewilligung widerspricht.

Dänemark, zu dem Grönland gehört, will an der vom 23.-27. Juni dauernden IWC-Konferenz in Santiago de Chile eine Erhöhung seines zum Abschuss freigegebenen Wal-Kontingents fordern. Der WSPA-Film unterstreicht, dass diese Forderung von den Teilnehmerstaaten, darunter auch die Schweiz, zurückgewiesen werden muss.

Greenpeace-Vertreter, die auch an der Konferenz zugegen sind, werden sich mit Nachdruck gegen diesen verkappten kommerziellen Walfang – und den weltweiten Schutz aller Wale – einsetzen.

Wir werden Sie über die Resultate der Konferenz auf dem Laufenden halten.

Island nimmt kommerziellen Walfang wieder auf

Die isländische Regierung hat erneut und ungeachtet internationaler Kritik eine Fangquote von 40 Minkwalen für die derzeitige Jagdsaison festgelegt. Die ersten Walfänger stachen bereits in See. Dies obwohl in Island schlicht kein Markt für Walfleisch besteht und das Fleisch wohl auf einer Müllhalde landen wird.

Die Jagd gefährdet nicht nur den Bestand der Wale. Auch die isländische Tourismusbranche und damit die Wirtschaft könnten geschädigt werden.

Die Entscheidung für die Aufnahme der Jagd ging von Fischereiminister Einar Gudfinnsson aus. Andere Mitglieder der Regierung distanzieren sich von dieser Entscheidung. Einer der immer noch nicht kapiert hat, dass mit Whale-Watching mehr zu holen ist als mit dem sinnlosen Abschlachten der Tiere.

Rückblick auf die Expedition ins Südpolarmeer


YouTube DirektGreenpeaceVideo

Sara Holden blickt zurück auf die diesjährige Expedition ins Südpolarmeer zum Schutz der Wale. Durch den Einsatz der Crew der «Esperanza» konnten über 100 Wale vor den Harpunen der japanischen Walfänger gerettet werden. Eine Chronologie der Ereignisse und weitere Videos findest Du auf greenpeace.ch