Die WM geht in die letzten Runden und in Jericho werden noch immer Sonnenstrahlen in gute Stimmung und Enthusiasmus verwandelt. Als Filmemacher frage ich mich, wie ich das Projekt aus einer neuen Perspektive betrachten kann und entscheide mich für ein Experiment…
Ich kenne die Freiwilligen von Jericho schon etwas besser, und so schnappe ich mir vier Junge Erwachsene die sehr motiviert scheinen, selber vor oder hinter der Kamera zu stehen. Etwa drei Stunden sprechen wir über das Medium Film, vom Storytelling, wie die Kamera bedient wird, was wir dem Betrachter erzählen möchten und wie wir Interviews machen können. Und dann lehne ich mich zurück und lasse es geschehen.
Während drei Tagen Filmt die Jericho-Filmcrew völlig selbständig, plant Interviews, schreibt Scripts und findet sich zu guter letzt vor meinen Laptop und dem Schnittprogramm Final-Cut zusammen. Die ehemaligen Studenten hatten schon Kontakt mit MS Office Programmen, Zugang zu einem Computer haben sie aber nicht. Und so schneiden wir zusammen das Rohmaterial während eines regnerischen Nachmittags in Jericho zu einem 9 Minuten Streifen zusammen.
Das Resultat ist hoch interessant und macht deutlich; die jungen Menschen haben echt Talent für die Materie und super Arbeit geleistet! Ich bin sehr stolz dieses Experiment gewagt zu haben und werde es bestimmt wieder, irgendwo anders auf der Welt durchführen. Ich ermutige die Film-Crew an eine Universität zu gehen. Den meisten von ihnen wird aber das Geld dafür nicht reichen.
Jetzt ist es Zeit für mich abzureisen. Mit einem Lied verabschieden sich die herzlichen Menschen von Jericho von mir. Es war eine unglaublich interessante Zeit. Ich bin zutiefst beeindruckt von den Menschen in dem Regenbogenland.
Nehmen Sie Stellung beim Richtplanverfahren für ein neues AKW im Solothurner Niederamt
Im Kanton Solothurn liegt die Richtplananpassung für ein neues AKW im Niederamt bis am 7. Juli 2010 öffentlich auf. Mit anderen Worten: Die Alpiq und der Kanton Solothurn konkretisieren die Pläne für ein neues AKW, obwohl noch gar nicht klar ist, ob überhaupt ein neues AKW in der Schweiz gebaut werden kann. Anlässlich der Referendumsabstimmung 2013 wird die Schweizer Bevölkerung dazu Stellung nehmen. Beim Richtplanverfahren zum AKW Gösgen II können alle Interessierten jetzt schon mitwirken.
Ein Unglück kommt leider selten allein: Bereits seit der vergangenen Woche soll Öl aus dem Leck einer Bohrplattform vor der Küste Ägyptens austreten. Nachdem sie tagelang geschwiegen hatte, bestätigte die ägyptische Regierung den Unfall nun. Die Menge des ausgetretenen Öls sei begrenzt, erklärte ein Regierungssprecher. Nach seiner Darstellung habe man das Leck vor einer Woche entdeckt und den Teppich inzwischen weitgehend eingedämmt. Dem widersprechen jedoch lokale Umweltaktivisten, die die Ölpest entdeckten und öffentlich machten.
Es tritt offenbar weiterhin Öl aus dem Leck. Besonders betroffen von der Verschmutzung sind vorgelagerte Inseln mit unberührter Natur. In dem geschützten Gebiet wurden laut den lokalen Umweltschützern ölverschmierte, verendete Vögel und Meeresschildkröten gefunden. Es sind Schäden für die Korallenriffe entlang der ägyptischen Küste zu befürchten, die in den letzten Jahren unter den zahlreichen Tourismusanlagen und Sporttauchern sowie fehlendem Umweltschutz gelitten haben.
Die Küste von Hurghada ist eines der beliebtesten Ziele am Roten Meer für Urlauber aus Europa. Das ausgetretene Öl hat inzwischen auch die Badestrände des Ortes erreicht und erstreckt sich auf rund 160 Kilometer. Die Meldungen zu diesem Unfall wurden möglicherweise zurückgehalten, um Touristen nicht zu verschrecken.
Das Video zu Solar Soccer - aufs Bild klicken zum Abspielen!
Die Menschen in Jericho staunen. Die Möglichkeiten welche die Sonne ihnen bietet sorgen, neben etwas kritischen Blicken, vor allem für Aufsehen. Wir machen Popcorn auf Solarkochern und übertragen für 600 Fussballfans die Bafana Bafana Matches live – und das exklusiv nur mit Solarstrom!
Für mich, als Schweizer Greenpeace-Aktivist und Fotograf vor Ort, ist das Projekt ‚Solar Soccer’ ein Gewinn in jeder Hinsicht. Neben den 22 Studenten, welche einen tiefen Einblick in die Möglichkeiten der Solarenergie vermittelt haben, hat eine Dorfgemeinschaft das Wort: ‚SOLAR’ fast täglich zu hören gekriegt. Das Buschtelefon in Jericho funktioniert nämlich erstaunlich gut – und so spricht man nicht nur von der Möglichkeit die Fussballspiele schauen zu können, sondern auch von der mysteriösen Energie von der Sonne.
Solar sei Dank können an die sechshundert Menschen zusammen in die Vuvuzelas tüten und die Spiele als Gemeinschaft miterleben. 114db misst mein Handy – das Maximum des Messgeräts aber auch die Schmerzgrenze meiner Ohren ist erreicht. Und: Ohrenstöpsel sind in ganz Johannesburg ausverkauft.
Ziemlich ruhig war es dann gestern Abend nach dem 0:3 gegen Uruguay. Die Enttäuschung ist gross, und dennoch sind die Menschen des Dorfes glücklich. Glücklich, gemeinsam am grössten Event auf afrikanischem Boden teilnehmen zu können. Aber auch voller Vorfreude, gegen Frankreich noch einmal gemeinsam in die Vuvuzela zu blasen.
Um die Fotogalerie anzusehen, brauchen Sie den Flash Player
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Was für ein Glück! Ich darf während den Fussball-Weltmeisterschaften in Südafrika sein. Wozu? Um Greenpeace Afrika bei der Umsetzung des Projekt «SOLAR KICK-OFF» und bei den Solartrainings zuvor mit der Filmkamera zu begleiten. Mehr über das Projekt findet ihr hier.
Die ersten Eindrücke von Johanenesburg sind speziell: Hohe Mauern mit Splitterglas-Kanten, Stacheldraht und Elektrozäune unter Hochspannung säumen die Strasse auf dem Weg zum GP Afrika Büro im Quartier Mellville. Das Quartier ist relativ sicher und hipp. Schicke Bars, gute Restaurants mit internationalen Küchen und Kaffees machen die Gegend gemäss Lonley Planet zur Ausgehmeile Nr.1 in Johannesburg. Der erste Kulturschock bleibt somit aus.
Was mir aber in den ersten zehn Tagen besonders aufgefallen ist, sind Kontraste die immer wieder zum Vorschein kommen: Am Tag ist es heiss, in der Nacht und in den Häusern kalt. Superteure Autos werden von mausarmen Menschen geputzt. Kentucky Fried Chicken neben einem lokalen Marktstand mit selbst angebauten Kartoffeln. Die Sonne scheint das ganze Jahr durch intensiv, und dennoch stammt rund 90% der elektrischen Energie von Kohlekraft. Und da war doch noch die Apartheid keine zwanzig Jahre her, welche das Bild vor allem in und rund um die Townships prägte.
In Jericho werden heute die Solarzellen fertig montiert und die ganze Region kann es kaum erwarten an der solarbetriebenen Eröffnungsfeier am Freitag teilhaben zu können. Das wird spannend, den in der Region um Jericho leben rund 10′000 Menschen, in der Halle werden aber nur 600 platz haben. «The people will come and you can’t Stopp them» sind die Befürchtungen, die diesem Anlass eine besondere Spannung vermittelt.
Landschaftlich wunderschön und eine der noch unberührtesten Gegenden unserer Erde, ist die Region Aysén im chilenischen Patagonien. Wegen ihrer Vielfalt an einzigartigen Tier-und Pflanzenarten, wurde diese Region bereits als Unesco Weltnaturerbe vorgeschlagen. Auch seltene und vom Aussterben bedrohte Tiere wie das Huemul der Pudu und der sind in hier zu Hause.
Ausgerechnet in diesem Gebiet, ist nun ein Megastaudammprojekt mit 5 Staudämmen geplant. Der produzierte Strom soll in die über 2400 km (!) entfernte Hauptstadt von Chile, nach Santiago geleitet werden. Die Stromleitungen würden dabei 14 Naturschutzgebiete durchqueren. Die betroffene einheimische Bevölkerung soll jedoch nichts von diesem Strom bekommen.
Stattdessen sind für die regionale Bevölkerung Verluste zu erwarten, denn das Projekt würde dem wachsenden Tourismus der Region schaden und es wäre mit hohen Einbussen zu rechnen. Gegen die Dürchführung des Projektes gibt es denn auch grossen Widerstand, vor allem von der lokalen Bevölkerung. Ueber 4000 der Beschwerden welche gegen das Projekt eingereicht wurden, sind aber bis heute noch nicht beantwortet. Mit zahlreichen Protesten und Cyberactionen wehren sich die Menschen der Region, aber auch weltweit gegen die Durchführung dieses zerstörerische und unnötige Projekt.
Involviert ist auch das international tätige Schweizer Bergbauunternehmen XSTRATA, mit Hauptsitz in Zug. Dort, und bei der chilenischen Botschaft in Bern sowie in Genf haben Greenpeace Aktivisten heute zusammen mit Coordination Climat & Justice Sociale demonstriert. Mit einem Flyer werden XSTRATA und die weiteren beteiligten Firmen aufgefordert, das Projekt definitiv zu stoppen und stattdessen in wirklich umweltfreundliche und erneuerbare Energien zu investieren.
Wenn auch du etwas dazu beitragen willst, das Patagonien uns so wunderschön erhalten bleibt wie es heute ist, schreibe hier ein Protestmail! Weitere Informationen findest du auch auf der Website von Greenpeace Chile.
Vorgestern, als ich um 2.30 Uhr unterwegs zu diesem Kohlekraftwerk war, ging mir durch den kopf: warum tust du das alles?
Heute, während meiner Morgenübungen wurde es mir klar: Es war in dem Moment als zwei Turmfalken über mir kreisten. Falken richten es sich ein, wenn sie nicht mehr an ihrem ursprünglichen Ort leben können. Menschen auch. Dass sie nicht mehr an ihren Ort leben können, bewegt mich und ich möchte, dass sich das ändert.
Diese Kohleverbrennungsanlagen dürfen nicht länger in Betrieb sein. Ein Eiheimischer des Südpazifiks hat mir vorgestern geschildert, wie seine Inseln immer mehr vom Meer überspült werden. Es ist ein Hilferuf, der nicht nur von mir gehört wurde. Er bittet darum, diese CO2-Schleudern endlich abzustellen. Für ihn bin ich gestern auf diesen Kamin gestiegen. Und ich wünsche mir gleichzeitig, dass die Verschmutzung durch Radioaktivität von Kernkraftwerken ein Ende hat.
Der von Andres Wirz, einem initiativen jungen Schreiner und Ex-Mitglied des Greenpeace SolarGeneration-Projekts, mitgegründete Verein Solafrica fördert den Aufbau einer Produktion von portablen Solarlampen in Kenia und deren Verkauf an Personen mit niedrigem Einkommen. Das Projekt startete im Juli 09 mit Jugendlichen im Kibera-Slum von Nairobi und mit Pfadi-Kursen in der Schweiz mit dem Ziel, hier “solares Lernen” zu fördern. Die Solarlampen werden in der Schweiz als fairtrade Produkte verkauft. Mit dem erzielten Gewinn sollen die Lampen für die Slumbewohner/innen verbilligt werden.
So sieht eine fertige Solarlampe aus.
Das Pilotprojekt startete im August 2009 mit einer Solarausbildung von 15 Jugendlichen in Kibera. In diesem Rahmen werden 1500 portable Solarlampen aus Bauteilen aus der Schweiz zusammengebaut. Neben dem Verkauf in Kibera selbst wird ein Teil der Lampen in die Schweiz importiert und als Fairtrade-Produkt verkauft oder als Bausatz für Schulungszwecke in Workshops verwendet.
Ab 2011 sollen jährlich 3000-5000 Solarlampen produziert werden und in den nächsten 5 Jahren 500 Jugendliche zu Solar-Profis ausgebildet werden.
Eine ganze Seite Inserat! In der Sonntagszeitung! Es ist schön, dass Greenpeace von der Axpo so ernst genommen wird.
Axpo Inserat in der Sonntagszeitung
Das “gemeinsame Ziel” einer CO2-freien Energiezukunft ist tatsächlich ein Geburtstagsüberraschung: Axpo propagiert neue AKWs und schreibt sich allen Ernstes Klimaschutz auf die Fahnen. AKWs (wie auch clevere Werbekampagnen) lenken vom eigentlichen Klimaschutz ab und verhindern über Jahrzehnte die dringend nötige Energiewende.
Greenpeace im Kampf gegen AKWs.
Und was die Energiezukunft betrifft, da könnten unsere Meinungen tatsächlich verschiedener nicht sein: Wir setzen auf den Umbau unserer Energieversorgung hin zu Effizienz und neuen erneuerbare Energien. Axpo setzt auf Atomstrom und damit auf eine Technologie, welche die Sicherheit von uns und unseren Kindern aufs Spiel setzt. Wie gefährlich wir leben, zeigt das eben erst gegen die Axpo angelaufene Strafverfahren wegen massiver Verstrahlung von Mitarbeitern: Ist das nicht eine unschöne Geburtstagsüberraschung für die Axpo und ihr 40 Jahre uraltes AKW Beznau…?
Solange AKW in Betrieb sind, ist die Gefahr eines schweren Strahlenunfalls real. Mit einer Animation zeigt Greenpeace, welch grosse Gebiete bei einem GAU im AKW Beznau verstrahlt würden. Und hier sind wir uns bestimmt einig: eine solche Zukunft will niemand.
Greenpeace ist bei den Save The World Awards 2009, die am Freitag, den 24. Juli 2009, in Zwentendorf/NÖ verliehen wurden, mit einem Preis für seinen globalen Einsatz zum Schutz des Weltklimas ausgezeichnet worden. Thomas Henningsen, Leiter der internationalen Klimakampagne der Umweltschutzorganisation, hat diese Auszeichnung bei der Veranstaltung entgegen genommen.
Nachfolgend einige Eindrücke bzw. Interviews von diesem Event:
… für die Solarenergie. Der Verkauf von Solaranlagen legte 2008 in der Schweiz um 66 Prozent zu. 11 000 Hausbesitzer entschlossen sich im vergangenen Jahr zur Umrüstung auf Solarwärme. Geht uns allmählich ein Licht auf?
Doppelte Nachhaltigkeit
«In der Schweiz stehen etwa 3000 Solarprojekte auf der Warteliste», sagt Retze Koen, Leiter des JugendSolarProjekts von Greenpeace. Warum also nicht unbeschäftigte Jugendliche während der Wirtschaftskrise beschäftigen? Diese Lücke will Greenpeace füllen, indem ein Projekt beim Bund eingereicht wird, dass beabsichtigt, Lehrabgäner zu finden für den Bau von Solardächern. Damit würde die Nachhaltigkeit doppelt verbessert: Jugend und erneuerbare Energien. Die Zukunft ist erneuerbar!
2008 hat die Produktion von Windenergie weltweit um 36 % zu genommen. 27′000 MegaWatt neue Windkraftleistung wurde hinzu gebaut. Damit kann gleich viel Strom produziert werden wie mit 7,5 Atomkraftwerken der 1000 MegaWatt -Klasse. Das ist was! Fakten zum Thema finden sich im Beitrag «Wind Installations Continue To Break Records Across the Globe» bei renewableenergyworld.com
Rechtzeitung zur Eröffnung des Weltwirtschaftsforums WEF in Davos wurden heute an der von der Erklärung von Bern und Greenpeace organisierten Gegenveranstaltung Public Eye die Awards für die verantwortungslosesten Unternehmen verliehen. Den Preis in der Kategorie «Swiss Awards» gewinnt die Bernischen Kraftwerke BKW für ihr Kohlenkraft-Projekt im Deutschen Dörpen.
Das WEF hat mit der globalen Finanzkrise ein zusätzliches Legitimationsproblem erhalten. Sogar die NZZ hat heute Vorbehalte gegenüber den Beteuerungen, das WEF trage bei den Zustand der Welt zu verbessern:
Der Verpflichtung, den Zustand der Welt zu verbessern, die sich das WEF selbst auf die Fahnen geschrieben hat, konnte man in den letzten Jahren jedenfalls ausgerechnet in der Kernkompetenz des WEF, der Wirtschaft, nicht gerecht werden. Genau in dieser Zeit passierten nämlich all die ungeschickten, dummen, unanständigen, unverantwortlichen bis hin zu verbrecherischen Irrungen und Wirrungen, die zur Krise führten, und nicht wenige der in den verschiedenen WEF-Programmen als Lichtgestalten dargestellten Exponenten aus Unternehmen und Wirtschaftspolitik tragen dafür Verantwortung. Quelle: NZZ
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