Autoren-Archiv für Reto

Mit Enterhaken und Messer gegen friedliche Greenpeace-Aktivisten

Mit einer friedlichen Aktion im Mittelmeer wollten Greenpeace-Aktivisten am vergangenen Freitag auf die Bedrohung des Blauflossenthunfischs aufmerksam machen. Wissenschaftler sind sich einig, dass der Blauflossenthun in wenigen Jahren ausgestorben ist, wenn die Fangquoten so hoch bleiben. Doch die französischen Fischer reagierten empfindlich. Sie durchstachen das Bein eines Umweltschützers mit einem Enterhaken und versenkten zwei der sieben Greenpeace-Schlauchboote mit ihren Schiffen. Ziel der friedlichen Aktion war es, die Thunfische aus den Ringwadennetzen zu befreien. Zerstörerische Fangmethoden haben den Blauflossenthun fast ausgerottet. Die rohe Gewalt erstaunt umso mehr, als die Fischer eigentlich auf das Überleben der Thunfische angewiesen sind.

Mit zwei Schiffen – der Rainbow Warrior und der Arctic Sunrise – versucht Greenpeace, dem vor dem Aussterben stehenden Blauflossenthun den Schutz zu geben, den er verdient. Die gnadenlose Jagd der vergangenen 20 Jahre hat den Bestand des Blauflossen- oder auch Roten Thunfisches im Mittelmeer um über 80 Prozent dezimiert. Der Grund: Profitgier. Mehr als 160′000 CHF werden für einen ausgewachsenen Thunfisch auf dem japanischen Fischmarkt bezahlt.

Mehr dazu bei Greenpeace Deutschland

Update

Nachdem am Freitag ein Greenpeace-Aktivist im Mittelmeer südlich von Malta bei dem Versuch Thunfische aus einem Netz zu befreien schwer verletzt worden war, verteilten am Samstag französische Greenpeace-Aktivisten im Hafen von Marseille Flugblätter, um die Öffentlichkeit über das Thema Thunfischfang zu informieren. Dabei wurden sie von Thunfisch-Fängern angegriffen. Auch diese Fischer reagierten mit roher Gewalt und gingen mit Schlagwaffen auf die Umweltschützer los.

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Der sterbende Schwan.

Diesen Spot hat Greenpeace Holland 1996 produziert. Leider ist er heute aktueller denn je.

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Neue Beweise für Urwaldzerstörung durch Sinar Mas

Greenpeace hat heute in Singapur brandneues Beweismaterial für die Urwaldzerstörung durch den Palmöl-Produzenten Sinar Mas vorgelegt. Es zeigt, wie Firmen der Sinar-Mas-Gruppe weiterhin illegal Urwälder zerstören, um Platz für neue Ölpalm-Plantagen zu schaffen. Wir haben die Dokumente anlässlich der Generalversammlung von Golden Agri Resources, dem Palmöl-Zweig der Sinar-Mas-Gruppe, veröffentlicht.

Diese Bilder wurden am 26. April 2010 aufgenommen. Sie zeigen die illegale Urwaldzerstörung durch die Sinar-Mas-Tochter PT Buana Adithama (BT BAT) auf Zentral Kalimantan, Indonesien:

Die Urwaldzerstörung auf Indonesien heizt das Klima an und vernichtet die Lebensgrundlage der vom Aussterben bedrohten Orang-Utans. Vor zwei Wochen deckte Greenpeace auf, wie eine andere Tochterfirma der Sinar-Mas-Gruppe Urwälder zerstört, welche laut der UNEP (dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen) als Orang-Utan-Habitat gilt.

Greenpeace fordert Firmen wie Nestlé auf, Palmöl aus Urwaldzerstörung komplett aus ihrer Beschaffungskette zu entfernen. Unterstützen Sie unsere Forderung mit einem Protestmail an den CEO von Nestlé!

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Schick Nestlé eine Protest-Postkarte!

Letzten Freitag waren Greenpeace-Aktivisten an der GV von Nestlé und machten klar, dass wir nicht ruhen werden bis Nestlé tatsächlich handelt. Unterdessen sind über 200′000 Protestmails beim CEO von Nestlé eingegangen. Um noch mehr Druck zu erzeugen kannst du an Nestlé adressierte Protest-Postkarten bestellen und in deinem Bekanntenkreis verteilen.

Da Nestlé auf unsere Forderungen eingegangen ist, können keine Postkarten mehr bestellt werden. Danke für deine Unterstützung!!!

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Video der Aktion an Nestlé’s Generalversammlung

Mehr zu diesem Thema
Schreiben Sie Nestlé ein Protestmail

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Ostergrüsse von der Palmöl-Kampagne

Der Osterhase

Bereits mehr als 150′000 Protestmails wurden an den CEO von Nestlé geschickt! Damit Nestlé wirklich handelt und Palmöl aus Regenwaldzerstörung endgültig von ihrer Beschaffungskette entfernt, braucht es noch weitere Stimmen. Fordert eure Freunde und Familie auf, auch ein Mail abzuschicken. Schickt ihnen eine der drei untenstehenden E-Cards mit Ostergrüssen.

E-Cards

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Es ist an der Zeit bei Nestlé anzurufen

Heute ist die Kit-Kat-Kampagne zum Schutz der Urwälder in Indonesien eine Woche alt. Bis jetzt sind weltweit über 100′000 E-Mails an Nestlé gesendet worden. Die Forderung: Nestlé soll Palmöl aus Urwaldzerstörung von ihrer Beschaffungskette verbannen. Doch Nestlé hat dies nicht getan. Auch die Fragen, welche ihr in euren E-Mails gestellt habt, blieben unbeantwortet. Stattdessen fängt Nestlé nun an, E-Mails von UnterstützerInnen der KitKat Kampagne zu blockieren.

Deshalb ist es an der Zeit, bei Nestlé anzurufen. Dafür gibt es drei gute Gründe:

  1. Der Nestlé-Konzern hat in der Öffentlichkeit verlauten lassen, dass er seine direkten Verträge mit dem Urwaldzerstörer Sinar Mas kündigen werde – aber in Wirklichkeit verwendet er weiterhin Palmöl von Sinar Mas – und zwar über Drittlieferanten wie den Handelskonzern Cargill.
  2. Nestlé muss sich jetzt dazu verpflichten, nicht mehr mit Firmen zu handeln, die Regenwald zerstören. Das Versprechen von Nestlé bis 2015 nachhaltiges Palmöl zu beschaffen, sofern dieses vorhanden sein wird, reicht nicht. Die Regenwälder, Torfgebiete und die Orang-Uans können nicht mehr länger warten.
  3. Die Firma Nestlé muss sicherstellen, dass sie Sinar Mas komplett aus ihrer Beschaffungskette entfernt – das bedeutet, dass sie auch keine Produkte von APP, der Zellstofffirma von Sinar Mas, mehr kaufen darf.
Bist du bereit Nestlé anzurufen und ein paar höfliche Fragen zu stellen?
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«Give the Orang-utan a break» auf Chinesisch

In über 25 Ländern fordert Greenpeace dazu auf, sich bei Nestlés CEO zu beschweren. Nestlé verwendet Palmöl, welches aus Ölpalm-Plantagen der Sinar Mas Gruppe stammt. In den meisten Fällen wurde für diese Plantagen Regenwälder vernichtet. Bedrohte Tierarten wie der Orang-Utan verlieren ihren Lebensraum.

Auch in China ist Greenpeace aktiv. Als Orang-Utans verkleidete Aktivisten protestierten in Beijing vor Nestlés China-Niederlassung. Sie überreichten Nestle einen Brief mit den Forderungen, kein Palmöl von der Sinar Mas Gruppe mehr zu beziehen.

Ma Lichao, Wald-Experte von Greenpeace China, spricht mit Nestles Public Relations Managerin, Nancy He. © Greenpeace / Simon Lim

Ma Lichao, Wald-Experte von Greenpeace China, spricht mit Nestles Public Relations Managerin, Nancy He. © Greenpeace / Simon Lim

Es geht Greenpeace nicht darum, Palmöl im Gesamten zu verteufeln. Wie bei anderen Konsumprodukten kommt es auf Art und Weise der Palmölgewinnung an. Die grosse Nachfrage nach Palmöl verleitet skrupellose Konzerne wie Sinar Mas dazu, Gesetze zu umgehen und Regenwälder zu vernichten. «Greenpeace ist nicht prinzipiell gegen Palmöl-Plantagen. Das Problem ist Sinar Mas als aggressivster Konzern, welcher neue Palmöl Plantagen gänzlich ohne Rücksicht auf Nachhaltigkeit und Erhaltung der verbleibenden Urwälder errichtet.» sagt Bustar Maitar, Greenpeace Wald-Experte in Jakarta, Indonesien. Abnehmerkonzerne wie Nestlé wiederum machen sich mitschuldig, wenn sie nicht gewillt sind, unnachhaltiges Palmöl aus ihrer Beschaffungskette zu entfernen.

Werden Sie aktiv! Schreiben Sie ein Protestmail an den CEO von Nestlé und fordern Sie ihn auf gänzlich auf Palmöl aus Urwaldzerstörung zu verzichten.

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Danke, liebe PR-Abteilung von Nestlé

Gestern startete Greenpeace eine weltweite Kampagne, um den Nahrungsmittel-Multi Nestlé zu bewegen, kein Palmöl mehr aus Urwaldzerstörung zu verwenden. Um 11 Uhr Lokalzeit luden Greenpeace Aktivisten in England Mitarbeiter von Nestlé auf eine Pause ein. Gleichzeitig lancierte Greenpeace ein Video, das die KitKat-Werbung parodiert:

Have a break? from Greenpeace UK on Vimeo.

Nestlé zeigte sich gar nicht «amused». In kürzester Zeit nach dem Start publizierten Sie auf Ihrer Website ein Statement zu Ihrer Palmöl-Einkaufspolicy. Sie machten darin ein erstes Eingeständnis, in dem sie die direkten Verträge mit Sinar Mas aufschieben. Das ist ein erster Schritt, aber immer noch zu wenig, da Nestlé die grösste Menge Palmöl von Sinar Mas immer noch indirekt über Händler wie Cargill einkauft.

Doch Nestlé beliess es nicht bei ihrem PR-Statement, sondern gingen einen Schritt weiter: Sie forderten YouTube auf, die Parodie ihrer Werbung zu entfernen. YouTube reagierte auf die Forderung und zensierte um etwa 18:00 Uhr das Video von Greenpeace UK. Was nachher folgte war ein schönes Beispiel des Streisand-Effekts. Wikipedia umschreibt dieses Phänomen, wo der «Versuch, bestimmte Informationen zu entfernen, dazu führen kann, dass diese noch stärker verbreitet werden.»

Screenshot der Website von Greenpeace UK mit dem zensierten Video

Screenshot der Website von Greenpeace UK mit dem zensierten Video

Kaum wurde die Zensur bekannt, verbreitete sich das Video viral. Die Parodie wurde auf andere Video-Sharing-Plattformen (z.B. auf vimeo) hochgeladen und Twitter lief heiss. Lesenswert dazu der offene Brief von Christian Hunt, Greenpeace UK, an die Nestle PR-Abteilung. YouTube scheint die Zensur unterdessen rückgängig gemacht zu haben. Was genau ist in Nestlés PR-Abteilung passiert? Paul Bradshaw hat seine Version dazu als Video veröffentlicht:

Protestmail: Nestlé, kein Palmöl aus Regenwaldzerstörung!

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Heute auf Arte: Der Film «Jagdzeit» über Greenpeace-Aktivisten in der Antarktis

Arte zeigt heute Abend um 20:15 Uhr einen Film über Greenpeace-Aktivisten, die in der Antarktis Wale schützen. In «Jagdzeit – Den Walfängern auf der Spur» begleitet ein Kamerateam die Aktivisten auf ihrer Schiffsreise und bei der Konfrontation mit japanischen Walfängern. Der Film kommt ohne grausame, blutige Bilder aus und zeigt, wie die Mannschaft mit den Herausforderungen des Eismeeres, Heimweh und Versagensängsten kämpft.

Regisseurin Angela Graas und ihr Filmteam fuhren von Dezember 2007 bis Februar 2008 auf dem Greenpeace-Schiff Esperanza mit.

Anfang Jahr hat die neue japanische Regierung bekannt gegeben, dass sie am Walfang festhalten will. Der japanische Aussenminister begründete die Entscheidung mit dem Interesse seiner Landsleute am Walfleischkonsum. Offiziell werden die Tiere jedoch zu wissenschaftlichen Zwecken getötet, weil der kommerzielle Walfang verboten ist. Insgesamt sollen bis März nächsten Jahres 935 Minkewale und 50 Finnwale geschossen werden.

Derzeit stehen in Japan zwei Greenpeace-Aktivisten vor Gericht, weil sie den Handel mit illegalem Wal-Fleisch aufgedeckt hatten. Die japanische Staatsanwaltschaft eröffnete im Februar ein Gerichtsverfahren gegen Junichi Sato und Toru Suzuki wegen angeblichen Diebstahls und Hausfriedensbruchs. Die beiden Greenpeace-Aktivisten Junichi Sato und Toru Suzuki wurden im Juni 2008 festgenommen, nachdem sie für die Aufdeckung eines Skandals rund um das japanische Walfangprogramm wichtiges Beweismaterial sichergestellt hatten. Ihnen drohen bis zu 10 Jahre Haft.

Greenpeace fordert von der japanischen Regierung ein sofortigen Stopp des sinnlosen Waltötens und die Einstellung des ungerechtfertigten Verfahrens gegen die Greenpeace-Aktivisten.

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Kumi Naidoo an den Public Eye Awards

Auch Kumi Naidoo, der neue Geschäftsführer von Greenpeace International, war an der gestrigen Preisverleihung in Davos.

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Die Public Eye Awards in Davos – Jetzt live

16:00 Uhr: Die Preisverleihung ist vorüber und somit auch die live Berichterstattung.

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Der «Public Eye»-Blogger-Ecken

Der «Public Eye»-Blogger-Ecken

Der Saal im Davoser Hotel Montana füllt sich langsam. Wir werden ab 14:00 Uhr auf diesem Blog die Preisverleihung live begleiten.

Bis gestern Mitternacht sind auf www.publiceye.ch über 20′000 Stimmen für den Publikumspreis eingegangen. Der «People’s Award» geht an Roche für die umstrittenen Forschungen mit dem Medikament «Cell Cept» in China.

Publikum und Medienleute an der Preisverleihung

Publikum und Medienleute an der Preisverleihung

14:10 Uhr: Bruno Heinzer von Greenpeace Schweiz und Oliver Classen von der Erklärung von Bern begrüssen das Publikum. Der Davoser Landammann Hans-Peter Michel tritt auf die Bühne. Er fordert mehr Dialog: «Die Mächtigen müssen mehr zuhören».

14:15 Uhr: Oliver Classen spricht den Hinterblibenen des verstorbenen Sicherheitschefs sein Beileid aus. Jürgen Trittin musste aus gesundheitlichen Gründen absagen. Auch Joseph E. Stiglitz kann nicht vor Ort sein. Grund: technische Probleme mit einer Flugmaschine der SWISS am New-Yorker JFK Flughafen. Er wird aber nächstes Jahr an der Preisverleihung teilnehmen.

Video Statement von Joseph Stiglitz

Video Statement von Joseph Stiglitz

14:18 Uhr: Als Ersatz für die Ansprache wird ein Videostatement von Joseph Stiglitz vorgeführt. Das ganze Video von Stiglitz auf YouTube.

14:35 Uhr: Das Programm findet ohne Pause statt. Oliver Classen bittet Julia Jentsch, die Moderatorin der Preisverleihung, auf die Bühne.

14:36 Uhr: Julia Jentsch: «Normalerweise wenn ich auf der Bühne stehe, spiele ich Theater – das ist heute nicht der Fall. Das Theater findet heute ein paar Hundert Meter weg von uns statt. An unserer Konkurrenzveranstaltung im Kongresszentrum.»

Julia Jentsch, Moderatorin der Preisverleihung

Julia Jentsch, Moderatorin der Preisverleihung

Julia Jentsch stellt die vier verschiedenen Awards vor: den «Global Award», den «Swiss Award», den «Greenwash Award» und den «People’s Award».

Zum «Gobal Award»: Auf der Shortlist standen der Stahlkonzern Arcelor Mittal, GDF Suez und die Royal Bank of Canada.

Gewinner ist die Royal Bank of Canada. Wie kein anderes Finanzinstitut ermöglicht die Royal Bank of Canada (RBC) den Abbau von Öl aus Teersand im kanadischen Alberta. Das schmutzigste Öl der Welt wird derzeit auf einer Fläche aus der Erde gepresst, die grösser ist als die Schweiz und Österreich zusammen. Die RBC investierte in den letzten zwei Jahren mit 20 Milliarden US-Dollar in die Teersand-Industrie. Die nominierende NGO «Rainforest Action Network» fordert die Bank auf, diese Investitionen stattdessen in grüne und erneuerbare Energien zu stecken.

14:47 Uhr: Brant Olson vom Rainforest Action Network tritt auf die Bühne.

Greis und Carlos Léal auf der Bühne

Greis und Carlos Léal auf der Bühne

14:54 Uhr: Public-Eye-Rapper Greis und ex-Sens-Unic-Mitglied Carlos Léal treten auf die Bühne. Eine kleine Weltpremiere «Teil vo dr Lösig» billingue. «Un autre monde est possible!»

14:59 Uhr: Und es geht rasant weiter. Auf der Shortlist für den «Swiss Award» steht Farner PR, für ihre Bespitzelung der GSoA. Das Internationale Olympische Komitee für die Enteignung von Ureinwohnern in Kanada. Zu schlechter Letzt: der Pharma Konzern Roche, welcher sich keinen Deut darum kümmert, woher die transplantierten Organe für ihre Studie in China stammen. Roche produziert das Medikament «CellCept», welches die Abstossung von transplantierten Organen verhindern soll.

Gewinner des Swiss Award: Roche.

Ein Ausschnitt aus einer BBC Reportage zum Organhandel in China wird gezeigt. Der grösste Teil der transplantierten Organe in China stammt von hingerichteten Gefangenen.

15:07 Uhr: Pascal Durisch tritt auf die Bühne.

Greis und Carlos Léal versprechen den Druck auf Roche aufrecht zu halten

Greis und Carlos Léal versprechen den Druck auf Roche aufrecht zu halten

15:15 Uhr: Greis tritt auf die Bühne und erzählt vom Erfolg des letzten «Swiss Award»: Die BKW zog sich nach mehrmaligem Nachhaken aus dem Kohlekraftwerkprojekt in Dörpen zurück. Greis verspricht, zusammen mit Carlos Léal, auch in diesem Jahr Druck auf den Preisträger zu machen.

Satiriker Patrick Frey als «Corporate Flexibility Advisor»

Satiriker Patrick Frey als «Corporate Flexibility Advisor»

15:17 Uhr: Patrick Frey tritt als «Corporate Flexibility Advisor» auf und gibt Roche Tipps, wie mit dem Preis umzugehen sei – Bitterbös!

15:27 Uhr: Der «Greenwash Award» geht an das «UNO CEO Water Mandate».

Weitere Nominierte für den Greenwash Award waren der Roundtable für nachhaltige Soja und die Gesundheitsförderung Schweiz.

Auch hier ist der eingeladene Vertreter des Award-Empfängers nicht anwesend. Eingeladen war Peter Brabeck, CEO von Nestlé. Stattdessen spricht Richard Girard von der nominierenden NGO Polaris Institute.

Richard Girard

Richard Girard

Richard Girard bittet den brasilianischen Wasser-Aktivisten Franklin Frederick auf die Bühne. Dieser erinnert an die Nestlé-Spitzelaffäre.

Last but not least: Der «People’s Award» geht, wie der «Swiss Award», an Roche. Dicht gefolgt auf Platz 2 steht GDF Suez für seine massgebliche Beteiligung am Bau des Jirau-Staudammes am Rio Madeira, Brasilien. Ungeachtet massiver Proteste der Zivilgesellschaft und der Umweltbehörden. Mehr zu diesem Fall auf publiceye.ch

Bruno Heinzer und Oliver Classen ziehen ein Résumé der Public Eye Awards. Allen voran wird Julia Jentsch verdankt. Gefolgt von den Public Eye Stammgästen Patrick Frey und Greis. Und natürlich Carlos Léal sowie den Laudatoren aus Kanada, den USA, Brasilien und Lausanne. Ein herzliches Danke an alle, die auf publiceye.ch abgestimmt haben und das Voting bekannt gemacht haben.

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Auch im 2010 schauen wir den Mächtigen auf die Finger

Die Klimakonferenz in Kopenhagen ist gescheitert und was übrig bleibt ist, dass unsere vier Aktivisten unter fadenscheinigen Gründen weiterhin in Untersuchungshaft sitzen. Mehr dazu hier. Aber wir lassen uns dadurch nicht aus der Ruhe bringen und decken auch im 2010 auf, welche Firmen und Politiker besonders verantwortungslos agieren.

the public eye awardsMit den Public Eye Awards setzen wir zusammen mit der Erklärung von Bern einen kritischen Kontrapunkt zum Weltwirtschaftsforum (WEF). Den unsozialsten und umweltschädlichsten Unternehmen des Jahres werden am 27.1.2010 in Davos vier Schmähpreise verliehen. Drei davon – in den Kategorien «Global», «Swiss» und «Greenwash» – werden von einer Fachjury vergeben. Der Gewinner des «People’s Award» wird auf dieser Website vom Publikum erkoren. Die Abstimmung läuft vom 14. bis 26. Januar. Mit diesen «Auszeichnungen» zeigen wir den Akteuren der Weltwirtschaft, dass Menschen und Umwelt verachtende Geschäftspraktiken Konsequenzen haben – für die davon Betroffenen, aber auch für das Firmenimage.

Bis das Voting startet, kannst du auf der publiceye.ch einen kleinen Blick hinter die Lügen-Fassaden werfen. Doch dazu brauchst du die Hilfe deiner (Facebook-)Freunden.

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Asti ist wieder auf freiem Fuss (zumindest heute)

Unsere Wald-Expertin Asti wurde heute Morgen am Rand der Greenpeace-Aktion bei einer der grössten Zellstofffabriken der Welt verhaftet. Zusammen mit anderen Wald-Campaignern beobachtete sie die Aktion von einem Boot aus. Ich konnte vorher kurz mit ihr telefonieren. Sie sagte, die Polizisten hätten die festgenommenen Leute gut behandelt. Anders als bei den letzte Woche verhafteten Journalisten, erhielten sie Essen und Trinken. Doch nach 12 Stunden in Polizeigewahrsam und nach 3 Stunden Verhör, merkte man ihr die Erschöpfung an. Morgen früh muss Asti noch mal auf den Polizei-Posten, dann erfahren sie, ob sie und die anderen internationalen Greenpeace Aktivisten ausgeschafft werden.

Vier Aktivisten blockieren immer noch einen der Kräne bei der Zellstofffabrik mitten im Regenwald. Joel, ein Aktivist aus den Philippinen, ist einer davon. Auf dem Blog von Greenpeace International sagt er: «Ich werde so lange auf dem Kran bleiben wie ich kann, weil ich wirklich helfen will. Ich denke wir alle müssen etwas gegen den Klimawandel tun, denn er betrifft auch uns alle. Auf den Philippinen hatten wir gerade zwei der vielleicht schlimmsten Taifune. Ich weiss, dass ich mit dieser Aktion etwas tue, das hilft solche Katastrophen zu verhindern.»

Verfolge die Aktion auf dem Live-Stream bei Greenpeace International

Protestmail an den indonesischen Präsidenten Yudhoyono: «Stoppen Sie die Regenwaldzerstörung – nicht die Klimaschützer!»

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Protestmail: Herr Yudhoyono, stoppen Sie die Regenwaldzerstörung – nicht die Klimaschützer!

camp

Greenpeace Aktivisten aus der ganzen Welt haben das Camp dort zusammen mit der lokalen Gemeinde errichtet. Gemeinsam bauen sie Dämme gegen die Trockenlegung von Torf-Wäldern und zeigen, welche Firmen hinter der Zerstörung stehen. Die Waldzerstörung verursacht rund ein Fünftel  des globalen CO2-Ausstosses. Letzten Donnerstag haben 50 Aktivisten Bagger des Konzerns APRIL blockiert. Dieses Unternehmen gehört zu den grössten Urwaldzerstörer Indonesiens. Auf Anweisung von APRIL verhaftete die Polizei sämtliche Aktivisten. Die internationalen Aktivisten wurden verhaftet und sind inzwischen ausgeschafft. Nur Dank Solidaritätsdemonstration der lokalen Bevölkerung wurde dass das Camp von den Behörden noch nicht abgerissen.

Doch die Repression geht weiter – letzten Montag wurden ein indischer und ein italienischer Journalist verhaftet. Ihr Verbrechen: Sie haben auf dem Weg ins Camp auf einer Strasse einen Foto-Stopp eingelegt. Den Behörden und Firmen ist die internationale Aufmerksamkeit offenbar mehr als unangenehm. Sie versuchen mit fadenscheinigen Vorwürfen die Journalisten und Aktivisten zu kriminalisieren.

Werden Sie aktiv: Schicken Sie dem indonesischen Präsidenten eine Protestmail!

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