Die in Zug ansässige Ölbohrfirma Transocean will für maximal 27 Millionen Dollar haftbar sein, sollten ihr aus der Ölpest im Golf von Mexiko gesetzliche Verpflichtungen auferlegt werden. Dies geht aus einer Eingabe der Firma bei einem US-Gericht in Texas hervor. Im Schreiben an das Gericht sieht sich Transocean als nicht haftbar für jeglichen Verlust, Schaden oder für Verletzungen, die durch die Ölpest entstehen. Sollte Transocean von US-Gerichten dennoch für Teile der Katastrophe haftbar gemacht werden, soll die Summe höchstens soviel betragen, wie die Plattform wirklich wert gewesen sei. Laut dem Unternehmen sind dies knapp 27 Millionen Dollar. Das stösst auf massive Kritik. Ein US-Staatsanwalt bezeichnete die Transocean-Eingabe vor dem Senatskomitee für Energie und natürliche Ressourcen als unangebracht.
Gleichzeitig macht der Schweizer Konzern aus dem Unglück durch eine Versicherungssumme über dem tatsächlichen Wert der gesunkenen Plattform rund 270 Mio. Dollar Profit. Zur Erinnerung: Transocean zahlte nach der Katastrophe Dividenden von einer Milliarde Dollar an die Aktionäre aus. Will sich die Firma damit schützen, um allfällige Kosten nicht begleichen zu können, die ihm durch die US-Justiz im Zusammenhang mit der Ölpest drohen?
Dass es um die Fruchtbarkeit der jungen Schweizer nicht zum Besten steht, ist nichts Neues. Eine Studie hat gezeigt, dass bei rund 50 Prozent der Probanden die Qualität der Spermien zu wünschen übrig lässt. Doch auffallend ist, dass es zwischen den Regionen bedeutende Unterschiede gibt. Die Basler Spermien schneiden dabei schweizweit am schlechtesten ab. Dies belegt eine neue Studie über die der Tages Anzeiger kürzlich berichtete.
Wieso ist das so? Die Industrie ist der Samentöter! Entscheidend ist, wie stark die Mutter während der Schwangerschaft den giftigen Industrie-Chemikalien ausgesetzt ist, denn die Qualität der Spermien wird bereits vor der Geburt bestimmt. Zu diesen Sperma schädlichen Chemikalien gehören unter anderem Phthalate, die als Weichmacher in Kunststoffen eingesetzt werden, Naphthole, die in der Farbstoffindustrie vorkommen, oder die stark toxischen polychlorierten Biphenyle (PCB).
Das Greenpeace Video Everything you didn’t want to know about sex“, macht auf humorvolle Art auf die ernsteTatsache aufmerksam, das giftige Chemikalien in unserer Umwelt die Spermienqualität schädigen.
Doch als Baselbieterin oder Baselbieter musst Du Dir dies nicht bieten lassen. Stimme sicherheithalber bei den kantonalen Abstimmungen am 13. Juni 2x Ja zu sauberem Trinkwasser, und erreiche damit, dass der Giftmüll in den drei Chemiemülldeponien in Muttenz endlich ausgehoben wird! Damit die Basler Spermien in Zukunft das Rennen eher wieder gewinnen können!
Einen Monat nach der Explosion der Ölplattform «Deepwater Horizon» im Golf von Mexiko ist erstmals Schweröl an die US-Küste gespült worden. Dies meldet die Nachrichtenagentur AFP. «Der Tag, den wir alle befürchtet haben, ist heute eingetreten», sagte demnach der Gouverneur des Bundesstaates Louisiana, Bobby Jindal, im Fischereihafen Venice. Der Ölteppich breitet sich durch starke Strömungen im Golf von Mexiko ungehindert aus. Satellitenbilder zeigten, dass das Öl inzwischen durch auch den so genannten «Loop Current» Richtung Florida getrieben wird. An einigen Stellen sei die Ölschicht mehrere Zentimeter dick, sagte Gouverneur Jindal, der sich bei einer Bootstour im Mississippi-Delta ein Bild von der Lage gemacht hatte. Es sei zu erwarten, dass noch mehr Schweröl die Küste verschmutzen werde. Bislang waren an den Küsten der Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama nur einzelne Ölklumpen angeschwemmt worden.
«Was für eine Firma führt dieser Mann?» fragt Greenpeace UK in einem heute erschienen Inserat in «The Guardian»
Der Ölkonzern BP, der die gesunkene Ölplattform betrieben hatte, erklärte in London, dass mittlerweile täglich etwa 3000 Barrel des ausströmenden Öls über ein Saugrohr abgepumpt würden. Dies entspreche rund 60 Prozent der täglich ausströmenden Menge von 5000 Barrel (795′000 Liter) Öl. Zuvor waren nur 40 Prozent des Öls aufgefangen worden. BP-Tony Wayward spielt noch immer alles herunter: Er stuft die Auswirkungen auf die Umwelt gegenüber den Medien als «sehr sehr bescheiden» und «geringfügig» ein. Da fehlen einem die Worte.
Derweil hat Greenpeace vor der Zentrale von BP in London protestiert.
Zwei Greenpeace-Aktivisten kletterten auf das Dach des Gebäudes.
Sie enthüllten eine Fahne mit einem in Öl getränkten BP-Zeichen: BP, British Polluters.
Werden jetzt wieder die erschütternden Bilder von sterbenden Tieren um die Welt gehen?
Der US-Fernsehsender CBS berichtet , dass BP-Leute die TV-Medien daran hindern, das wahre Ausmass der Verschmutzung zu filmen:
(der Beitrag startet nach einer kurzen Werbung)
Die UNO warnt dringend vor der Überfischung der Meere. Geht es mit der Fischerei im gleichen Umfang weiter wie bis anhin, sind die Meere in 40 Jahren leer, prophezeit die Weltbehörde. Die schuldigen dafür sind schnell gefunden: Regierungen subventionieren ihre gigantischen Fischereiflotten und deren immer moderner und effizienter werdenden Fangtechnologien. Die Nachfrage für Fisch steigt: Fischgerichte, Omega3-Pillen, Katzenfutter und die Fütterung von Zuchtfischen setzen den Meeren dramatisch zu. Die Bestände können sich nicht mehr erholen. So steht der Blauflossenthunfisch kurz vor der Ausrottung. Die Fischer fangen praktisch nur noch Jungtiere. Auch andere Thunfischarten sind wie die meisten Meer-Speisefische massiv überfischt. Greenpeace setzt sich vehement für ein umfassendes Netzwerk von Meeresschutzgebieten. Der renommierte Meeresbiologe Prof. Callum Roberts von der Universität York in Grossbritannien hat mit uns gemeinsam mit einem vierzigköpfigen Forscherteam einen wissenschaftlichen Vorschlag entwickelt, demzufolge Schutzgebiete ausserhalb von nationalen Hoheitsgewässern am dringendsten notwendig sind. Die Hohe See gilt zwar als weltweites Gemeingut, trotzdem ist sie der am wenigsten regulierte, kontrollierte und geschützte Raum auf der Erde. Der vorgestellte Entwurf beinhaltet 29 separate Meeresschutzgebiete, die eine hohe Artenvielfalt aufweisen oder die durch menschliche Eingriffe – wie zerstörerische Fischereimethoden besonders bedroht sind. Meeresschutzgebiete sind Gebiete, in denen jegliche industrielle Nutzung wie Fischerei, Öl- und Gasförderung sowie Sand- und Kies-Abbau verboten sind. Die Fischerei profitiert davon, weil sich da die überfischten Bestände wieder erholen können.
Im Rahmen unserer aktuellen Palmöl-Kampagne, versuchen sich Lebensmittel-und Kosmetikhersteller immer wieder aus ihrer Verantwortung zu reden indem sie den «schwarzen Peter» der Agrotreibstoffindustrie zu schieben. Derzeit macht der Anteil an Palmöl, der in diesen Sektor wandert, ca. 5% aus – allerdings ist dieser Markt stark wachsend. Denn vor dem Hintergrund von Energieknappheit und Klimaerwärmung werden so genannte «Bio»-Treibstoffe von Regierungen und multinationalen Unternehmen als zukunftsweisende Lösung angepriesen. Dies, obwohl immer mehr Studien und Erfahrungen in Produzentenländern belegen, dass der industrielle Anbau der Treibstoffpflanzen das Klima schädigt, wertvolle Ökosysteme zerstört, zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen führt und die Nahrungsmittelsicherheit von Millionen von Menschen gefährdet.
Deshalb hat Greenpeace zusammen mit vielen anderen Organisationen eine Petition lanciert, welche die Einführung von Zulassungskriterien fordert, welche sozial und ökologisch problematische Agrotreibstoffe generell ausschliessen.
Zwei Wochen nach der Explosion auf der Ölbohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko kommt die Natur den Einsatzkräften zu Hilfe. Günstige Winde verhindern derzeit, dass das Öl am Festland angeschwemmt wird. Trotzdem sprudeln jeden Tag schätzungsweise 700 Tonnen Rohöl ins Wasser. Der riesige Ölteppich im Süden der USA bedroht nicht nur eine immense Artenvielfalt, sondern auch eine ökologisch wertvolle Landschaft und die Lebensgrundlage vieler Menschen.
Im Golf von Mexiko droht eine der grössten menschverursachten Umweltkatastrophen der Geschichte. Millionen von Tieren und ein einzigartiges Ökosystem mit Mangroven- und Sumpflandschaften fallen demnächst dem Ölteppich zum Opfer. Unzählige Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage. 800′000 Liter Öl fliesst täglich ins Meer. Wieviel genau weiss keiner, es gibt Mutmassungen, dass es noch mehr ist. BP und die Schweizer Firma Transocean haben offenbar aus Spargründen bewusst darauf verzichtet, ein Sicherheitsventil einzubauen, das die Bohrlöcher im Notfall via Funk hätte verschliessen können. Update: Entgegen früheren Informationen, hat die Firma offenbar schon ein Sicherheitsventil eingebaut, dieses hat aber nicht richtig funktioniert. BP trägt also die volle Verantwortung. Aber auch die US-Regierung ist nicht schuldlos. Sie hat sich zu lange zur Marionette der Ölkonzerne machen lassen und versäumt es nach wie vor, sich von der Abhängigkeit des Schwarzen Goldes zu lösen. Denn solange in der See und insbesondere in der Tiefsee nach Öl gebohrt wird, so lange wird das Risiko einer Umweltkatastrophe wie wir sie jetzt erleben, bewusst einkalkuliert. Für das Mississippi-Delta ist es leider zu spät. Hier kann man nur noch aufräumen. Der Einsatz von Chemikalien ist für die Umwelt etwa gleich schädlich wie das Öl selber. Aber es braucht ein Umdenken. Es braucht eine moderne, saubere und sichere Energiezukunft.
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