Monatsarchiv für April 2010

Kanton Basel Land: Abstimmungskampf eröffnet – mit diesem Plakat wollen wir gewinnen!

Mit einer Pressekonferenz hat das Komitee heute den Abstimmungskampf «Chemiemüll weg – 2x JA für sauberes Wasser» eröffnet. Das Interesse am Abstimmungsplakat ist enorm!

Der bekannte Schweizer Künstler Hans Erni schuf das Plakat «Rettet das Wasser» im Jahr 1961 unter anderem in Zusammenarbeit mit der Basler Chemiefirma Ciba, um auf die zunehmende Wasserverschmutzung aufmerksam zu machen. Heute ist das Plakat aktueller denn je!

Unterstützen Sie den Abstimmungskampf und sanieren Sie mit: www.facebook.com/totalsanieren

Mehr Informationen auf www.totalsanieren.ch

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Illegales Walschlachten soll belohnt werden

1.5.2006: Walfänger an Bord eines Schiffes der japanischen Walfangflotte im Südpolar Meer. © Greenpeace / Jeremy Sutton-Hibbert

Eine Arbeitsgruppe der Internationalen Walfangkommission (IWC) schlägt einen mehr als fragwürdigen «Kompromiss» zwischen Walschützern und Walfängern vor: Japan, Norwegen und Island sollen offizielle Abschussquoten für kommerziellen Walfang erhalten, und zwar nicht nur für Mink-, und Finnwale, sondern sogar für die besonders gefährdeten Buckelwale! Eine fürstliche Belohnung dafür, dass diese Länder jahrzehntelang bestehendes Völkerrecht ignoriert haben! Der «Preis», den Japan für diesen Deal zu zahlen hätte, wäre ein Zurückfahren des bisherigen «wissenschaftlichen» Walfangs im Laufe der nächsten zehn Jahre.

Wird der Vorschlag von der IWC, die vom 21.–25. Juni in Agadir tagen wird, angenommen, dürfen die Walfänger ganz offiziell Wale im südpolaren Walschutzgebiet abschlachten. Das bisher bemühte Deckmäntelchen der Wissenschaft können sie dann getrost abstreifen, das seit 1986 geltende Walfang-Moratorium wäre gefallen…

Ein weiterer Effekt: Island ginge in punkto Walfang gestärkt in die EU-Beitrittsverhandlungen. Es hätte gute Chancen, eine Walfang-Extrawurst herauszuhandeln, obwohl in der EU der Walfang eigentlich verboten ist.

Dreimal hat sich die IWC-Arbeitsgruppe in den vergangenen Monaten getroffen, um diesen Vorschlag zu erarbeiten. Die Höhe der Fangquoten steht noch nicht fest, aber man ist sich laut eines Kommissionssprechers sicher «dass deutlich weniger Wale geschossen werden als bisher…».

Es wäre fast schon zum Lachen – wenn es nicht so traurig wäre. Nachdem die Wale jahrhundertelang wegen ihres Specks und Trans, als Lieferant für Lampenöl, Verstärkung für Korsetts und Reifröcke gnadenlos dezimiert wurden, sollen sie nun, obwohl sich die Bestände noch lange nicht erholt haben, wegen purer Machtpolitik weiterabgeschlachtet werden. Hinzu kommen weitere Gefahren durch Wasserverschmutzung, Lärm und Kollisionen aufgrund der immer intensiverem Schifffahrt, Beifang durch industrielle Fischerei und Klimawandel. Und zuguterletzt finden nur ein paar ausgesuchte Stückchen der Meeres-Riesen zahlungskräftige Käufer, während der grosse Rest ihres Fleisches als Katzenfutter endet oder in Kühlhäusern vergammelt.

Japan hat bereits verlauten lassen, dass es die Einführung der kommerziellen Waljagd an der Küste begrüsst, aber keinesfalls bereit sei, die Quote für seinen «wissenschaftlichen» Walfang so zu senken, wie es die IWC-Arbeitsgruppe vorsieht. Logisch, warum nicht den ganzen Arm nehmen, wenn jemand die Hand hinstreckt?! Dieser kreaturverachtenden Unmässigkeit kann nur ein entschlossenes Auftreten aller Länder einen Riegel schieben, die bisher das Walfangverbot verteidigt haben, einschliesslich der Schweiz. Der vollkommen sinnlosen, unzeitgemäßen und barbarischen Jagd auf die grössten Lebewesen der Erde muss endlich ein Ende gesetzt werden!

Unterstützen Sie die Petition von AVAAZ.org!

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Neue Beweise für Urwaldzerstörung durch Sinar Mas

Greenpeace hat heute in Singapur brandneues Beweismaterial für die Urwaldzerstörung durch den Palmöl-Produzenten Sinar Mas vorgelegt. Es zeigt, wie Firmen der Sinar-Mas-Gruppe weiterhin illegal Urwälder zerstören, um Platz für neue Ölpalm-Plantagen zu schaffen. Wir haben die Dokumente anlässlich der Generalversammlung von Golden Agri Resources, dem Palmöl-Zweig der Sinar-Mas-Gruppe, veröffentlicht.

Diese Bilder wurden am 26. April 2010 aufgenommen. Sie zeigen die illegale Urwaldzerstörung durch die Sinar-Mas-Tochter PT Buana Adithama (BT BAT) auf Zentral Kalimantan, Indonesien:

Die Urwaldzerstörung auf Indonesien heizt das Klima an und vernichtet die Lebensgrundlage der vom Aussterben bedrohten Orang-Utans. Vor zwei Wochen deckte Greenpeace auf, wie eine andere Tochterfirma der Sinar-Mas-Gruppe Urwälder zerstört, welche laut der UNEP (dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen) als Orang-Utan-Habitat gilt.

Greenpeace fordert Firmen wie Nestlé auf, Palmöl aus Urwaldzerstörung komplett aus ihrer Beschaffungskette zu entfernen. Unterstützen Sie unsere Forderung mit einem Protestmail an den CEO von Nestlé!

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Gigantische Öl-Katastrophe in Mexiko

21. April: Feuerwehr-Boote versuchen den Brand auf der Bohrinsel zu löschen. © The United States Coast Guard

Einmal mehr sieht sich die Welt mit der Gefahr einer gigantischen Ölkatastrophe konfrontiert. Wer hat sie nicht im Kopf, die Bilder von pechschwarzen, verklebten und dem Tod geweihten Seevögeln? Der Golf von Mexiko im Süden der USA birgt eine immense Artenvielfalt. Unzählige Arten von Seevögeln, Meeresschildkröten, Meeressäugern und Fischen finden dort nährstoffreiche Gewässer. Derzeit laicht im Golf der vom Aussterben bedrohte Blauflossenthunfisch.

Aus dem Leck strömen täglich rund 160′000 Liter Rohöl in den Golf von Mexiko. Ein Ölteppich bedeckte bis zum Sonntag eine Fläche von mehr als 1500 Quadratkilometern. Bisher verhindert der starke Seegang und der heftige Wind, dass der Ölteppich dicker wird und zur Küste zieht. Das schlechte Wetter verhindert aber leider im Moment auch die Rettungsarbeiten. Nun soll ein Tauchroboter zum Einsatz kommen.

BP hat die gesunkene Plattform von der weltweit grössten Tiefsee-Ölbohrfirma Transocean mit Sitz in der Schweiz geleast. Elf Arbeiter gelten nach dem Unglück als vermisst. Diese menschliche und ökologische Tragödie zeigt erneut auf, wie gefährlich die Bohrung nach Öl ist. US-Präsident Obama liess unlängst verlauten, dass er Ölbohrungen vor der Küste der USA weiterhin erlauben und sogar fördern will.

UPDATE 29.04.2010:

Es scheint noch viel schlimmer als bisher angenommen. Die Ölpest vor der US-Küste hat ein verheerendes Ausmass angenommen. Nun scheint durch ein weiteres Loch Rohöl ins Meer zu entweichen. Die Behörden gehen davon aus, dass rund 800′000 Liter Rohöl pro Tag aus den Lecks austreten. Es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis der gigantische Ölteppich – der Umfang beträgt knapp 1000 Kilometer – auf die Küste treffe. Das Hauptbohrloch befindet sich in 1500 Metern Tiefe. Dies zu stopfen gestaltet sich äusserst schwierig. Und die Kräfte vor Ort sind sich auch nicht sicher, ob das Abbrennen des Ölfilms den Teppich von der Küste fernhält, wo er auf eine enorme Artenvielfalt treffen würde. Was Greenpeace USA dazu sagt und macht: http://www.greenpeace.org/usa/

UPDATE  03.05.2010

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Schick Nestlé eine Protest-Postkarte!

Letzten Freitag waren Greenpeace-Aktivisten an der GV von Nestlé und machten klar, dass wir nicht ruhen werden bis Nestlé tatsächlich handelt. Unterdessen sind über 200′000 Protestmails beim CEO von Nestlé eingegangen. Um noch mehr Druck zu erzeugen kannst du an Nestlé adressierte Protest-Postkarten bestellen und in deinem Bekanntenkreis verteilen.

Da Nestlé auf unsere Forderungen eingegangen ist, können keine Postkarten mehr bestellt werden. Danke für deine Unterstützung!!!

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Bonfol wird totalsaniert

Anfang April ist der Spatenstich zur Totalsanierung der Chemiemülldeponie Bonfol erfolgt. Der Spatenstich ist ein grosser Sieg für die Umwelt, die betroffene Bevölkerung, für Greenpeace sowie die im Collectif Bonfol zusammengeschlossenen Organisationen und Gewerkschaften, die sich über ein Jahrzehnt lang für die sichere und saubere Totalsanierung eingesetzt haben. Die eindrückliche Baustelle und die riesige Halle, in der dank Greenpeace alle giftigen Deponie-Gase aufgefangen und unschädlich gemacht werden, widerspiegeln das tatsächliche Ausmass des Problems des vergrabenen Chemiemülls, der Novartis & Co. dort vor 50 Jahren abgegekippt hatten.

Vor zehn Jahren besetzten über 100 Greenpeace-Aktivisten das Deponie-Gelände. Damals sah es dort ganz anders aus: Ein Deckel über einer grossen Deponie mit angepflanzten Tannenbäumchen in einer trügerisch-idyllischen Landschaft – die Chemie versuchte Jahrzehnte lang, Gras über diese tickende Zeitbombe wachsen zu lassen. Die Baustelle ist ein eindrückliches Zeugnis davon, welchen Unterschied Greenpeace in Bonfol für Mensch und Umwelt machen konnte!

www.totalsanieren.ch

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Greenpeace-Aktivisten sind frei!

Nach 24 Stunden auf dem Polizeiposten in Lausanne sind die vier Greenpeace-Aktivisten wieder frei. Gestern hatten sie an der Nestlé-Generalversammlung in einer spektakulären Kletteraktion zwei Banner über den Köpfen der Aktionäre entfaltet. Sie sind wohlauf.

Ein grosses Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben mit Protestmails an Nestlé und an den Untersuchungsrichter.

Nun ist Nestlé dran, den Worten Taten folgen zu lassen und endlich alle Verträge, auch die indirekten, mit dem Urwaldzerstörer Sinar Mas zu kündigen.

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Nestlé, give the orang-utans a break! Herr Untersuchungsrichter, release our activists!

Gestern an der Nestlé GV verschafften sich zwei besorgte Aktionäre auf eher unübliche Weise Zutritt in den Saal: Die beiden Aktivisten (die auch je eine Nestlé-Aktie besitzen) kamen durch die Decke und seilten sich über der Hauptbühne ab, um zwei Banner mit  der Botschaft «Give the orang-utans a break» zu entfalten. Die beiden wurden von zwei weiteren Aktionären von oben unterstützt und blieben rund eine Stunde in der Luft. Danach kamen sie freiwillig herunter und wurden in Polizeigewahrsam genommen.

Sie sind jetzt seit rund 23 Stunden auf dem Polizeiposten in Lausanne, ohne das Recht des «Anwalt der ersten Stunde» erhalten zu haben: ihr Anwalt hat bis jetzt keine Besuchserlaubnis erhalten! Laut nächsten Angehörigen hat noch niemand ein Telefon der Festgehaltenen erhalten. Ich finde dieses prozessrechtliche Vorgehen überraschend und skandalös!

Falls es dir auch so ergeht – hilf mit: fordere den Untersuchungsrichter Laurent Maye in Lausanne auf, die 4 Aktivisten sofort freizulassen – per Fax, Email oder Telefon:

Email: info.oipln@vd.ch
Tél. +41 21 316 57 00
Fax +41 21 316 57 01

UPDATE: Die Aktivisten sind unterdessen freigelassen worden! Vielen Dank für eure Unterstützung!!

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Video der Aktion an Nestlé’s Generalversammlung

Mehr zu diesem Thema
Schreiben Sie Nestlé ein Protestmail

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Affenstarke Videos von der Nestlé-Generalversammlung

Update 16:10 Uhr: Die Greenpeace-Kletterer sind heruntergekommen und wurden von der Polizei abgeführt. Ein Banner hängt noch an einem Projektor.

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Orang-Utans fordern vor den Türen der Nestlé-GV die Aktionäre auf “Give us a break!”.

Greenpeace-Kletterer seilen sich über den Köpfen der Aktionäre ab und entfalten ein Banner.

Wem gilt wohl der Applaus?

Die Aussicht eines Kletterers

Mehr Videos auf qik.com

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Greenpeace-Orang-Utans an Generalversammlung von Nestlé

Just in diesem Moment fordern als Orang-Utans verkleidete Greenpeace -Aktivisten die Nestlé-Aktionäre an der Generalversammlung in Lausanne auf, «ihnen eine Pause zu gönnen», frei nach der Kit-Kat-Werbung «Give us a Break, give us a Kit Kat».

Der Grund für die Aktion: Nestlé verwendet für seine Produkte noch immer Palmöl von der indonesischen Sinar-Mas-Gruppe, die dafür Urwald und Torflandschaften zerstört. Zwar hat Nestlé nach Greenpeace Protesten im März seine direkten Verträge mit Sinar Mas gekündigt. Der Schweizer Konzern bezieht dessen Öl jedoch weiterhin über Zwischenhändler.

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Orang-Utan besucht Schweizer Innenstädte

Greenpeace Freiwillige in Biel,...

...in Basel...

... und in Lausanne

«Unser Standort vorm Globus war gut gewählt. Die Passanten waren sehr ‹relaxed› aufgrund des guten Wetters und des sympathischen Oran-Utans. Da Corris für Terre des Hommes, eine singende Jesusgruppe, die Zeugen Jehovas und andere auch in der Nähe aktiv waren, waren manche Passanten anfangs etwas ‹zurückhaltend›. Durch unseren Oran-Utans ist aber fast überall – vor allem bei den Familien – schnell das Eis gebrochen. Ein toller Eye-Catcher.»

In den letzten Tagen haben Orang-Utans in acht Schweizer Innenstädten von den Konsumenten eine «Pause» gefordert. Obiger Erlebnisbericht stammt von der Regionalgruppe Zürich. «Give the Orang-Utan a break» fordern die verkleideten Aktivistinnen und Aktivisten der Greenpeace-Regionalgruppen. Dafür setzen sie Poster ein und lassen Protestpostkarten ausfüllen. Diese verschicken sie danach an Nestlé. Mit der Verwendung von Palmöl aus Urwaldzerstörung trägt der Schweizer Lebensmittelkonzern mit seinen Schokoprodukten wie Kit Kat dazu bei, dass die Orang-Utans in Indonesien ihre letzten Habitate verlieren. Nestlé kauft noch immer Palmöl bei Sinar Mas, einem Konzern der Regenwälder Indonesiens abholzt, um Ölpalmplantagen anzulegen.

Helfen Sie den Orang-Utans und Greenpeace. Schreiben Sie der Nestlé-Direktion eine Protest-Mail. Sie können auch Postkarten verteilen, welche an den CEO adressiert sind. Damit fordern Sie den Lebensmittelkonzern auf, sämtliche direkten und indirekten Lieferverträge mit der Sinar-Mas-Gruppe zu kündigen und sich für ein Moratorium für ein Ende der Abholzung in Indonesien einzusetzen.

UPDATE: Nestlé ist auf unsere Forderungen eingegangen.

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Feuer im Climate Defenders Camp

Das Climate Defenders Camp nach dem Brand. © Rian Anggoro / GreenpeaceHeute morgen fand ich eine erschreckende Nachricht in meiner Inbox: Das «Climate Defenders Camp» auf der Kampar Halbinsel in Riau, Sumatra fiel am Sonntagmorgen einem Brand zum Opfer. Seit dem das Camp Ende November 2009 der lokalen Bevölkerung übergeben wurde, diente es als Workshop-Zentrum und Treffpunkt für die Leute von Teluk Meranti. Es wurde zum Symbol der Widerstandsbewegung der lokalen Bevölkerung gegen Zellstoff- und Palmölfirmen wie APRIL und APP, die der Sinar Mas Gruppe angehören. Das Camp war bereits im November unter starkem Druck. Ich habe das Camp im letzten November besucht und viel über die Bedürfnisse und Sorgen der lokalen Bevölkerung erfahren und wie sie die Wälder nachhaltig für ihren Lebensunterhalt nutzen. Wir fordern zusammen mit lokalen NGOs und der betroffenen Bevölkerung, dass die Kampar Halbinsel zur Schutzzone wird, welche der Zellstoff- und Palmölindustrie keine weitere Expansion erlaubt. Hier oder dort auf englisch ist zu lesen, was das Climate Camp bereits im November ausgelöst hatte.

Indizien deuten darauf hin, dass Brandstifter hinter dem Feuer stehen. Unsere indonesischen Kollegen haben nun Anzeige gegen Unbekannt eingereicht und fordern eine polizeiliche Untersuchung zum Brand. Zum Glück gab es nur Material- und Sachschaden.

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Greenpeace Treffen mit lokalen Gemeinden in Indonesien

Die Palmöl-Industrie verbreitet gerne das Argument, dass sich Umweltorganisationen wie Greenpeace mit ihrer Arbeit zur Palmölproblematik gegen die wirtschaftliche Entwicklung in Indonesien stellen, welche das Leben der lokalen Bevölkerung verbessert. Fragt man direkt bei den lokalen Gemeinden nach, sieht es anders aus. Die Leute machen sich Sorgen um ihre Landrechte, den Erhalt ihrer natürlichen Lebensgrundlagen und wie Kleinbauern ihre Kleinplantagen halten können.

Vor Ostern fand in der indonesischen Provinz Riau ein dreitägiges Treffen zwischen 105 Mitgliedern aus 32 Dörfern statt. Organisiert wurde das Treffen von Greenpeace und sechs anderen NGOs. Ziel des Treffens war es, die Auswirkungen der Urwald- und Torflandzerstörung auf die lokalen Gemeinschaften zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu finden.

Doch ganz ungestört konnte das Treffen nicht abgehalten werden. Am ersten Tag wurde entdeckt, dass zwei Mitglieder des Geheimdienstes der Polizei von Riau das Treffen versuchten zu bespitzeln. Auch am zweiten Tag ereigneten sich mehrere Zwischenfälle: Das Organisationskomitee schnappte vier Leute auf, die von Sinar Mas rein geschmuggelt wurden. Dann kamen drei Polizisten und fragten nach einer Erlaubnis für das Treffen. Schliesslich demonstrierten 15 Personen ausserhalb des Veranstaltungsortes. Sie forderten, Greenpeace aus Riau zu verbannen, denn man bräuchte keine ausländische Hilfe, um das Problem der Waldzerstörung in den Griff zu kriegen. Als die Demonstranten von Journalisten interviewt wurden, stellte sich allerdings heraus, dass sie kaum wussten, wer Greenpeace ist und wofür die Organisation steht. Ihre Motivation war das Geld und Essen, welches sie für diesen Einsatz erhielten.

Das Ergebnis des Treffens war die Gründung eines Netzwerkes, mit dem Ziel, gemeinsam die Probleme rund um die Ausbreitung der Palmölplantagen auf Kosten von Urwald- und Torflandflachen in den Griff zu kriegen.

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Schiffunglück bedroht Great Barrier Reef

Das durch Landwirtschaft und Klimawandel bedrohte weltberühmte Great Barrier Reef vor Australien wird nach einem Schiffsunglück von einer Ölpest bedroht. Ein chinesischer Frachter lief am Samstagabend mit voller Fahrt auf das Korallenriff auf. Seitdem sitzt es fest und droht auseinanderzubrechen. An Bord sind 950 Tonnen Öl und 65′000 Tonnen Kohle. Zwei Schlepper stabilisieren nun die «Shen Neng 1», damit wurde die Gefahr des Auseinanderbrechens etwas verringert. Es dringen aber schon kleinere Mengen Schweröl aus dem Frachter. Nun soll der Frachter leergepumpt werden.

Das Great Barrier Reef ist das grösste Korallenriff und das grösste Lebewesen der Erde und wird den sieben Weltwundern der Natur zugerechnet. Im Jahre 1981 wurde es von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Es liegt nordöstlich von Australien an der Ostküste des Bundesstaates Queensland im Südpazifik und erstreckt sich von der Torres-Strasse vor Papua-Neuguinea bis zur Lady-Elliot-Insel, die etwa 75 Kilometer nordöstlich von Bundaberg liegt. Es ist inzwischen auf eine Länge von gut 2′300 Kilometern angewachsen und erreicht damit eine Ausdehnung vom 10. bis zum 24. südlichen Breitengrad.

Ich selber habe das Unterwasserparadies im Oktober 2009 besucht – nur wenige hundert Kilometer vom Ort entfernt, wo der Frachter nun aufgelaufen ist. Die nahegelegenen Koralleninseln wie Heron Island, Lady Musgrave und Lady Eliott sind nicht nur Taucherparadiese. Sie sind Brutplätze für Millionen von Vögeln sowie von seltenen Meeresschildkröten. Sie sind Lebensort von Delfinen, Haien, Mantas und anderen unzähligen Meeresbewohnern. Diese Farbenpracht und Formenvielfalt gibt es kaum mehr anderswo auf der Welt. Es wäre eine Tragödie für die Natur und ein herber Verlust für die Menschheit, wenn dieses Ökosystem verschmutzt werden würde. Was haben Handelsschiffe auch so nahe am Great Barrier Reef zu suchen? Warum führen deren Routen noch immer so nahe an diesem so einzigartigen und sensiblen Ökosystem vorbei? Das darf einfach nicht sein!

UPDATE 12.4.2010

Der am Ostersamstag am weltberühmten Korallenriff auf Grund gelaufene chinesische Frachter ist freigeschleppt worden. Rechtzeitig vor einem drohenden Sturm. Damit ist die Gefahr einer Umweltkatastrophe im Great Barrier Reef vorerst gebannt. Abgesehen von den immensen Spuren am Riff, die das Auflaufen leider hinterlassen hat. Da die Schiffs-Handelsrouten noch immer so nah am Riff vorbeigehen, ist es wohl leider nur eine Frage der der Zeit, bis einmal wirklich etwas passiert.

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