Europäische Bauern wollen keine Gentech-Pflanzen

Marianne Künzle, Greenpeace Schweiz

Marianne Künzle

Während in der nächsten Session das Parlament höchstwahrscheinlich das Anbau-Moratorium für Gentech-Pflanzen um weitere drei Jahre verlängern wird, tut sich in unseren Nachbarländern auch einiges: die EU-Anbauflächen der einzigen zugelassenen Gentech-Pflanze, einem insektenabtötenden Mais, schrumpfen! Nach EU-Angaben im letzten Jahr um 11 Prozent!

Das hat politische und ökonomische Gründe: einerseits haben Frankreich und jüngst Deutschland kurzerhand ein Anbauverbot verhängt und gehören damit zu einer ganzen Zeile von EU-Staaten, die Gentech-Pflanzen auf dem Acker verbieten. Andererseits ist Gentech-Saatgut teuer. Auch wenn ein Bauer auf Gentech-Saat nicht verzichten will, tut er es des öfteren trotzdem. Der Unterschied dürfte noch nicht so krass sein wie in Nordamerika, wo Gentech-Saatgut in den letzten 10 Jahren um über 200% teurer geworden ist. Aber das teure Saatgut ist in Europa schlecht investiert. Die Ernte lässt sich nämlich nicht immer verkaufen, weil viele Menschen gentechfreie Lebensmittel fordern.

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