Während in der nächsten Session das Parlament höchstwahrscheinlich das Anbau-Moratorium für Gentech-Pflanzen um weitere drei Jahre verlängern wird, tut sich in unseren Nachbarländern auch einiges: die EU-Anbauflächen der einzigen zugelassenen Gentech-Pflanze, einem insektenabtötenden Mais, schrumpfen! Nach EU-Angaben im letzten Jahr um 11 Prozent!
Das hat politische und ökonomische Gründe: einerseits haben Frankreich und jüngst Deutschland kurzerhand ein Anbauverbot verhängt und gehören damit zu einer ganzen Zeile von EU-Staaten, die Gentech-Pflanzen auf dem Acker verbieten. Andererseits ist Gentech-Saatgut teuer. Auch wenn ein Bauer auf Gentech-Saat nicht verzichten will, tut er es des öfteren trotzdem. Der Unterschied dürfte noch nicht so krass sein wie in Nordamerika, wo Gentech-Saatgut in den letzten 10 Jahren um über 200% teurer geworden ist. Aber das teure Saatgut ist in Europa schlecht investiert. Die Ernte lässt sich nämlich nicht immer verkaufen, weil viele Menschen gentechfreie Lebensmittel fordern.
Der Geist von Olympia schwebt derzeit über British Columbia im Südwesten Kanadas. Tausende Athleten messen ihre Kraft, ihre Schnelligkeit und ihre koordinativen Fähigkeiten. Ein faszinierendes Schauspiel von gesunden Geistern in gesunden Körpern. Doch die Medaillenjagd wird schon bald durch die Trophäenjagd abgelöst: Unter dem Motto des Sports startet in den Urwäldern der Region schon bald die Sportjagd auf die wenigen Grizzlybären und andere zum Teil selten gewordene Bärenarten. Die Mehrheit der lokalen Bevölkerung steht nicht hinter diesem Treiben. Es gefährdet die Tourismusindustrie, die auf das Beobachten der schönen, eindrücklichen Tiere setzt. Die First Nations, die indigene Bevölkerung, der Küste verurteilt diese Jagd aus kulturellen und spirituellen Gründen aufs Schärfste. 21 Umweltschutzorganisationen, darunter auch Greenpeace, haben sich zusammengeschlossen um für ein Verbot dieser Trophäenjagd zu kämpfen.
Am Montag 15. Februar hat nach einer fast zweijährigen Vorgeschichte in Aomori im Norden Japans der Prozess gegen die zwei Walschützer Junichi Sato und Toru Suzuki begonnen. In dem politisch motivierten Verfahren drohen den beiden Greenpeace-Aktivisten bis zu zehn Jahre Haft
Der von Andres Wirz, einem initiativen jungen Schreiner und Ex-Mitglied des Greenpeace SolarGeneration-Projekts, mitgegründete Verein Solafrica fördert den Aufbau einer Produktion von portablen Solarlampen in Kenia und deren Verkauf an Personen mit niedrigem Einkommen. Das Projekt startete im Juli 09 mit Jugendlichen im Kibera-Slum von Nairobi und mit Pfadi-Kursen in der Schweiz mit dem Ziel, hier “solares Lernen” zu fördern. Die Solarlampen werden in der Schweiz als fairtrade Produkte verkauft. Mit dem erzielten Gewinn sollen die Lampen für die Slumbewohner/innen verbilligt werden.
So sieht eine fertige Solarlampe aus.
Das Pilotprojekt startete im August 2009 mit einer Solarausbildung von 15 Jugendlichen in Kibera. In diesem Rahmen werden 1500 portable Solarlampen aus Bauteilen aus der Schweiz zusammengebaut. Neben dem Verkauf in Kibera selbst wird ein Teil der Lampen in die Schweiz importiert und als Fairtrade-Produkt verkauft oder als Bausatz für Schulungszwecke in Workshops verwendet.
Ab 2011 sollen jährlich 3000-5000 Solarlampen produziert werden und in den nächsten 5 Jahren 500 Jugendliche zu Solar-Profis ausgebildet werden.
Arte zeigt heute Abend um 20:15 Uhr einen Film über Greenpeace-Aktivisten, die in der Antarktis Wale schützen. In «Jagdzeit – Den Walfängern auf der Spur» begleitet ein Kamerateam die Aktivisten auf ihrer Schiffsreise und bei der Konfrontation mit japanischen Walfängern. Der Film kommt ohne grausame, blutige Bilder aus und zeigt, wie die Mannschaft mit den Herausforderungen des Eismeeres, Heimweh und Versagensängsten kämpft.
Regisseurin Angela Graas und ihr Filmteam fuhren von Dezember 2007 bis Februar 2008 auf dem Greenpeace-Schiff Esperanza mit.
Anfang Jahr hat die neue japanische Regierung bekannt gegeben, dass sie am Walfang festhalten will. Der japanische Aussenminister begründete die Entscheidung mit dem Interesse seiner Landsleute am Walfleischkonsum. Offiziell werden die Tiere jedoch zu wissenschaftlichen Zwecken getötet, weil der kommerzielle Walfang verboten ist. Insgesamt sollen bis März nächsten Jahres 935 Minkewale und 50 Finnwale geschossen werden.
Derzeit stehen in Japan zwei Greenpeace-Aktivisten vor Gericht, weil sie den Handel mit illegalem Wal-Fleisch aufgedeckt hatten. Die japanische Staatsanwaltschaft eröffnete im Februar ein Gerichtsverfahren gegen Junichi Sato und Toru Suzuki wegen angeblichen Diebstahls und Hausfriedensbruchs. Die beiden Greenpeace-Aktivisten Junichi Sato und Toru Suzuki wurden im Juni 2008 festgenommen, nachdem sie für die Aufdeckung eines Skandals rund um das japanische Walfangprogramm wichtiges Beweismaterial sichergestellt hatten. Ihnen drohen bis zu 10 Jahre Haft.
Greenpeace fordert von der japanischen Regierung ein sofortigen Stopp des sinnlosen Waltötens und die Einstellung des ungerechtfertigten Verfahrens gegen die Greenpeace-Aktivisten.
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