Die Fahrzeuge Rollen an – das Trommeln verstummt – alles wird eingeladen. Alles bis auf das kleine Andenken, das wir für die Fa. Roche hinterlassen.
Die werden in nächster Zeit viele Fässer aufzuräumen haben. An diesen ungiftigen können sie schon mal üben. Wir bleiben jedenfalls dran, bis das Gift aus dem Boden geholt und richtig entsorgt worden ist.
Roche ist nicht bereit, ihren Wortbruch rückgängig zu machen. Die Aktivisten sind unterdessen abgezogen, haben aber die Fässer beim Roche-Eingang zurückgelassen – genauso wie Roche den gefährlichen Giftmüll einfach in der Hirschacker-Deponie zurücklassen will.
Schon kurz nach dem Beginn der Akion kam ein Mitglied der Geschäftsleitung, Herr Gottlieb Keller, heraus. Er ist General Counsel und Leiter der Corporate Services, also auch zuständig für Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz. Herr Keller lud uns zu einem Gespräch ein, allerdings nicht draussen bei den Fässern und den Medien, sondern drinnen in einem Sitzungszimmer.
Zusammen mit einem Greenpeace-Aktivisten im Overall ging ich fürs Gespräch hinein. Leider kam es nicht zu einer Einigung: Roche wollte den Wortbruch nicht rückgängig machen, sondern betonte, dass sich ihr finanzielles und inhaltliches Engagment auf diese ungenügende Teilsanierung beschänkt.
Zum Teil wurde es etwas laut, nicht nur wegen der inhaltlichen Differenzen, sondern auch weil man wegen dem lauten Trommeln die Stimme erheben musste. Nach einer Stunde beendeten wir das Gespräch, ergebnislos.
Weil das Roche-Management offensichtlich das Problem nicht lösen will, wendet sich Greenpeace jetzt an den Verwaltungsrat und die Grossaktionäre. Die Roche-Erben und Aktionärsfamilien Hoffmann und Oeri sollen jetzt dafür sorgen, dass an der Roche-Generalversammlung beschlossen wird, dass die Deponie Hirschacker gemäss der Abmachung weiter saniert und auch die illegale Giftmüllentsorgung korrigiert wird.
Im Laufe des Tages wurde das Standbild der Aktion stetig ausgeweitet. Zu den 80 Giftfässern gesellen sich zwischenzeitlich 4 grosse und ein kleines Banner. Auf Hunderten von kleinen Fotoplakaten wird auch die öffentliche Meinung zur Altlastensanierung in und um Basel vertreten.
Die Trommler haben sich maskiert und weisen mit ihren Skelettanzügen auf die tödliche Giftigkeit der Altlasten der Basler Chemie hin.
Video zum Aufbau der Aktion in Basel und mit der ersten Reaktion der Roche Geschäftsleitung. Die Aktivisten sind immer noch vor Ort. Unterstützen Sie unsere Forderungen und Unterschreiben sie das Protestmail.
Vertreter der Roche-Geschäftsleitung liessen sich zwar auf ein Gespräch mit Toxics-Campaigner Matthias Wüthrich und dem Aktivisten Stefan L. ein. Die Firma akzeptierte jedoch den Vorwurf des Wortbruchs nicht und ist weiterhin nicht bereit, auf die Forderungen von Greenpeace einzugehen, die Deponie Hirschacker ordentlich und vereinbarungsgemäss weiter zu sanieren.
AktivistInnen von Greenpeace haben heute Morgen beim Sitz der Firma Roche in Basel rund 80 “Giftfässer” abgeladen. Der Grund: Von den mit GP und den zuständigen Behörden gemachten Vereinbarungen bezüglich Altlastensanierung will Roche plötzlich nichts mehr wissen.
Die Forderung: eine verbindliche Verpflichtung der Roche-Leitung, die Vereinbarung doch einzuhalten. Durch ständiges Trommeln auf den Fässen verleihen die AktivistInnen der Forderung Nachdruck. Gleichzeitig wird mit den Entscheidungsträgern bei Roche das Gespräch gesucht.
Greenpeace UK hat zusammen mit dem Fernsehsender Sky News aufgedeckt, wie Elektroschrott illegal aus Südengland nach Nigeria verschachert wird. Elektroschrott ist hochgiftig und dessen Export nach EU-Recht illegal.
Greenpeace ist anonymen Hinweisen nachgegangen und konnte nachweisen, wie eine Firma Elektroschrott nach Nigeria verschickt. In einen defekten Fernseher wurde ein GPS-Gerät installiert, mit welchem die Stationen des Geräts bis auf einen Markt in Nigeria verfolgt werden konnten. Auf solchen Märkten werden defekte Geräte als vermeintliche Secondhand-Ware verkauft.
«Es ist unfassbar, dass europäischer Elektroschrott als ‘Gebrauchtware’ nach Nigeria verschickt wird», so Greenpeace-Chemieexpertin Ulrike Kallee. «Dieser Schrott ist hochgiftig und in vielen Ländern fehlt das Know-How für eine sichere Entsorgung. Stattdessen schlachtet die arme Bevölkerung die Geräte aus und vergiftet dabei sich selbst und die Umwelt»
Bis heute hat Greenpeace aufgedeckt, wie Elektroschrott nach Pakistan, Indien, China und Ghana exportiert wird. in diesen Ländern wird Elektroschrott mit verheerenden Auswirkungen für Mensch und Umwelt auseinander genommen.
2008 hat die Produktion von Windenergie weltweit um 36 % zu genommen. 27′000 MegaWatt neue Windkraftleistung wurde hinzu gebaut. Damit kann gleich viel Strom produziert werden wie mit 7,5 Atomkraftwerken der 1000 MegaWatt -Klasse. Das ist was! Fakten zum Thema finden sich im Beitrag «Wind Installations Continue To Break Records Across the Globe» bei renewableenergyworld.com
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