Monatsarchiv für November 2008

Weiss statt Schwarz

Schwarz, dachte ich beim Schreiben des Blogeintrags am Montagmorgen würde es nun werden: KOHLEN-rabenschwarz. Völlig falsch: alles Weiss! Weiss war das grosse STOPP, dass die Greenpeace-AktivistInnen vor der Kohle-Abbaumaschine auf den dunklen Boden schrieben.

Und seit einigen Stunden legt sich eine weisse Decke über die Mine und lässt vergessen, dass dort ganz viel CO2 herkommt. Frau Holle meint es gut und alles sieht aus wie wenn es kein Wässerchen trüben …. ähhh Klimätchen verändern könnte. Das kann man als Botschaft für den nächsten Montag verstehen: Die 14. Klimakonferenz muss Wege finden, dass auch Staaten wie Polen von der Kohle wegkommen und auf erneuerbare Energien setzen. Dazu hat die «Climate-Rescue-Station» einen wichtigen Grundstein gelegt. Die AktivistInnen informieren die Bevölkerung, die zum ersten Mal hört, dass die als selbstverständlich geltende Kohle ein gravierendes Problem darstellt.

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Good Climate for Talks

.. steht auf dem Turm, der den Bahnhof von Poznan von weitem sichtbar macht. Und gleich auf der anderen Strassenseite liegt das Kongresszentrum, wo ab nächstem Montag die Klimagespräche stattfinden werden. Poznan scheint Stolz darauf der Ort für diese Gespräche zu sein, wie das angeschriebene Gebäude und die Plakate an diversen Orten zeigen. Die Aussentemperatur ist tatsächlich ideal für diese Gespräche. Es ist kühl bis kalt und windig. Genau richtig, damit die Köpfe 2 Wochen lang so richtig rauchen können und trotzdem immer wieder abkühlen. Denn sie müssen rauchen, es gibt sehr viel zu tun.

Damit ist also heute das geografische Ziel meiner Reise erreicht. Und diese Fahrt endete in Blau – blauer Himmel, strahlende Sonne. Weniger strahlend erscheint das ebenfalls heute verabschiedete Bundesrats-Mandat für die Schweizer Delegation: Die UnterhändlerInnen für die Schweiz sollen sich an den EU-Zielen orientieren, Leuenbergers weltweite CO2-Abgabe soll weiter gepuscht werden und so die Anpassungen der armen Länder an die Folgen des Klimawandels finanziert werden. Einmal mehr verharrt die Schweiz abwartend anstatt als reiches Land die Vorbild-Rolle zu übernehmen.

Die Umweltverbände, die ab Montag ebenfalls hier sein werden, haben viel zu tun ….

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Fahrt ins Graue – unterwegs zur «Climate Rescue Station»

Seit Sonntagabend bin ich unterwegs nach Polen. Start mit dem Nachtzug nach Berlin. In Polen geht’s zuerst in die Climate Rescue Station in der Nähe von Konin, südöstlich von Poznan. Dort findet ab dem 1.12.08 die UN-Klimakonferenz statt. Sitze nun in Berlin, warte auf den Zug der weitergeht. Der Norden empfing mich Grau in Grau aber mit Windenergie, die zeigt wohin sich eine klimaverträgliche Gesellschaft entwickeln muss. Deutschland ist in der Anwendung dieser Technologie weit voraus. Inzwischen arbeiten weit über 80′000 Menschen in diesem Wirtschaftsbereich. Sie ist DER Jobmotor und kann gerade auch in der Finanzkrise den Weg in die Zukunft weisen.
Nun geht’s aber erst weiter zur Climate Rescue Station. Diese befindet sich nämlich direkt neben einer Kohlegrube und macht dort Werbung für erneuerbare Energien. In Polen stammen über 90% der Stromenergie aus der Verbrennung von Kohle.

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green is beautiful

CEO der Solarworld Frank Asbeck / quelle:spiegel.de

Die taz in Deutschland schreibt, dass SolarWorld den schwankenden Konzern Opel übernehmen will. David rüttelt an Goliath und will Solarautos bauen. Der Mutterkonzern GM in den USA winkt zwar ab, Opel stehe nicht zum Verkauf. Doch steht GM selber nicht gerade auf gesunden Füssen – da soll nun der Staat helfen, nachdem man viel zu lange auf Bezinsäufer setzte, statt sparsame, schlanke Fahrzeuge zu bauen.

Kommt dazu, dass Obama, designierter US-Präsident trotz Gegenwind sagt: An seinen Energiezielen wird nicht gerüttelt und bis 2050 Redutionen von 80% des CO2-Ausstosses vespricht. Tolle Worte, die Hoffnung keimen lassen. Gerade auch im Hinblick auf die kommende Klimakonferenz ab dem 1.12.08 in Polen, wo es um nichts anderes gehen wird, als um die letzten Chancen das Schlimmste in Sachen Klimawandel zu verhindern. Da sind schwankende Autoriesen und grüne Dunkelhäutige genau das perfekte Signal für den nötigen Kurswechsel. Denn: green is beautiful.

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Keine Ergebnisse bei Palmöl-Gesprächen

Der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) hat leider keine Ergebnisse gebracht. Die Mitglied-Firmen haben es an ihrem sechsten Konferenz in Bali versäumt, Massnahmen gegen die Zerstörung des indonesischen Regenwaldes und die Heimat vieler Arten wie dem Orang-Utan zugunsten von Palmöl-Plantagen zu ergreifen. Kein Moratorium, rein gar nichts wird getan um das Abfackeln und Abholzen des Urwaldes zu verhindern. Das ist eine Schande. Die Organisation RSPO ist eine Farce.

Mehr Informationen zum Thema Palmöl

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Als Greenpeace Aktivist im Kongo

Christian Gyr

Liebe Freunde
Ich weile für das Greenpeace-Jugendprojekt in der Demokratischen Republik Kongo (DRK). Um die Bevölkerung und deren Lebensbedingungen besser zu schützen, hat die Umweltorganisation Greenpeace diesen Monat ihre ersten Büros in Afrika eröffnet. Im Rahmen der Eröffnungsaktivitäten werde ich während drei Wochen Workshops organisieren und mit einem mobilen Solarkino durch die Dörfer ziehen. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung mit der Solarenergie vertraut zu machen. Hier, im zweitgrössten ursprünglichen Regenwald der Erde und Lebensraum leben über 40 Millionen Menschen und viele seltene Pflanzen- und Tierarten.

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Clean Graffiti: Hochdruck für die Nachhaltigkeit

Auch in der gut geputzten Zürcher Innenstadt finden Greenpeace-Aktivisten Platz für ihre Abstimmungsbotschaft – als Clean Graffiti sprayen sie diese nicht an die Wände und Böden, sondern «putzen» sie per Hochdruckreiniger aus dem Dreck heraus.

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Gerd Leipold: «Steve Jobs wurde sehr, sehr laut»

In einem Interview mit der Sonntags Zeitung* nimmt Gerd Leipold Stellung zur Green My Apple Kampagne. Dieser hat Steve Jobs im letzten Jahr persönlich getroffen und mit ihm über Apples Mittelmass in der Umweltverträglichkeit gesprochen. 

Ich glaube, Steve Jobs wurde schmerzlich bewusst, dass Apple die grüne Welle verschlafen hatte. Als ich ihm entgegenkommen wollte und sagte, dass sich Apple verbesserte, war das für ihn die grösste Beleidigung. Mittelmässig zu sein, das ist für Apple offenbar das Schlimmste. Und da stimmen wir überein: Apple sollte auch im Umweltschutz Weltklasse sein.

Auf die Frage wieso Greenpeace seine Kampagne auf Apple fokussierte, meint Gerd Leipold: 

Die Kampagne für eine grünere Elektronikindustrie war anfangs kein Schwerpunkt. Im Visier standen und stehen alle Elektronikhersteller. Dabei machten wir uns den Wettbewerb zunutze. So hat beispielsweise die Firma Dell, die in einem harten Konkurrenzkampf mit HP steckt, relativ schnell auf unsere Kritik reagiert. Und sich verpflichtet, auf bromierte Flammenschutzmittel zu verzichten. Natürlich haben das die anderen Hersteller mitbekommen. Nur eben Apple nicht. Aber arrogant wie Apple eben manchmal ist, ignorierte man unsere Forderungen.

Die öffentliche Debatte zur Umweltverträglichkeit von elektronischen Geräten, welche Greenpeace angestossen hat, brachte nun auch Apple dazu ihre Produkte zu überarbeiten. Gut möglich, dass Apple bald der grünste Hersteller sein wird. In Anbetracht der Vorreiterrolle, die im Markt hat, ist das nur zu hoffen.

Problematisch bleibt weiterhin das Recycling: Über dubiose Händler gelangt Elektroschrott aus Europa und den USA in Länder wie Ghana oder Pakistan, wo es unter menschen- und umweltverachtenden Bedingungen verwertet wird.

* Das Interview ist nur noch diese Woche gratis online zu lesen, anschliessend ist der Zugang zum Artikel kostenpflichtig.

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Coalfinger: Die gefährlichste Bedrohung für unseren Planeten

Coalfinger, einer der gefährlichsten Bösewichte, versucht die Erde mit Kohlekraftwerken zu bedecken, um so das Klima zu schädigen. Wird es Superheld Graveson Green schaffen, den Bösewicht zu besiegen? Zusammen mit seiner Assistentin übernimmt er den Auftrag, die Erde vor diesen gefährlichen Kraftwerken zu schützen. Mehr auf Coalfinger.com

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