Tausende Tonnen Elektroschrott landen jedes Jahr auf Müllkippen in Asien und Afrika. Greenpeace hat aufgedeckt wie defekte Computer, Mobiltelefone und Fernseher nach China und Ghana exportiert werden. In diesen Ländern wird der Elektroschrott unter menschen- und umweltverachtenden Bedingungen auseinander genommen. Unter freiem Himmel werden Kabel verbrannt, um an Metall ran zu kommen. Besonders hart trifft es die Kinder, welche unter den Auswirkungen der giftigen Chemikalien in der Luft und im Trinkwasser leiden.
Auch nach Pakistan wird Elektroschrott exportiert. Der Fotograf Robert Knoth war vor Ort und berichtet in einem bewegenden Photo-Essay von Greenpeace International von seinen Eindrücken.
Ein Gramm Kokain zerstört vier Quadratmeter kolumbianischen Urwald. Diese auf den ersten Blick skurile Nachricht habe ich heute Morgen in der Zeitung «Der Bund» gefunden. An einem Vortrag in Bern* berichtete der kolumbianische Vizepräsident Francisco Santos von den Auswirkungen der Kokainproduktion auf den Urwald. 200 000 Hektaren Urwald gehen auf Grund der Kokainproduktion jährlich verloren. Ursachen sind die Brandrodungen, welche Kokabauern zur Landgewinnung verursachen und die Belastung durch Chemikalien welche eingesetzt werden. Mehr dazu auf ebund.ch
* Wer hätte das gedacht: Bern liegt auf der Rangliste der Städte in denen weltweit am meisten gekokst wird auf Rang 17, andere Schweizer Städte belegen die Ränge 13 (Basel), 9 (Zürich) und 6 (St. Moritz). Damit ist klar, dass Schweizer Konsumenten eine Mitverantwortung an der Zerstörung tragen. Anderseits wirft es die Frage wie lange die Berner noch als eher langsame und gemütliche Menschen gelten werden.
In der gestrigen Ausgabe des Konsumenten-Magazins Kassensturz wurde die Palmöl-Industrie beleuchtet. Die stark gestiegene Nachfrage nach Palmöl führt in Indonesien zu massivem Raubbau am Regenwald. Der Beitrag macht auf die verheerenden Auswirkungen aufmerksam. Denn um Platz für Palmöl-Plantagen zu gewinnen, werden grosse Flächen Regenwald gerodet.
Im Oktober und November ist das Greenpeace Schiff Esperanza unterwegs für den Urwald- und Klimaschutz in Indonesien. Mit der Tour will Greenpeace zeigen, wie wichtig der Urwald für das Klima ist. Die unkontrollierte Zerstörung des Urwaldes macht Indonesien nach der USA und China zum drittgrössten Treibhausgas-Emittenten der Welt.
Klar ist, dass sich der Klimawandel nicht aufhalten lässt, wenn weiterhin unkontrolliert immense Flächen Urwald abgeholzt werden. Die Entwaldung macht ein Fünftel der weltweiten Treibhausgas-Emissionen aus. Die Crew an Bord der Esparanza will die Zerstörung des indonesischen Urwaldes und die Auswirkungen
auf die Bevölkerung dokumentieren.
Zu dieser «Forest4Climate»-Tour gibt es ein Blog mit regelmässigen Updates.
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