Monatsarchiv für Mai 2008

Nutella und Orangutas

Nach Dove muss nun auch Nutella dran glauben in Verbindung mit der Regenwaldzerstörung durch Palmölplantagen gebracht zu werden. Die Dove-Kampagne hat mit Hilfe des Dove Spoof genau 10 Tage gedauert, bis Unilever ein öffentliches Commitment zur Unterstützung der Greenpeace Forderung nach einem Moratorium auf neue Palmölplantagen in Indonesien verlauten liess. Wie lange wird es bei Ferrero dauern?

Helft mit, die Dauer zu verkürzen mit dieser Cyberaction (auf italienisch)

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Spencer Tunick – Vernissage der Ausstellung

Lange wars still. Jetzt kommt endlich Bewegung: Morgen Freitag startet die Ausstellung mit den Bildern unserer gemeinsamen Aktion zusammen mit Spencer Tunick vom letzten August auf dem grossen Aletschgletscher.

Beim Einpacken der Originalabzüge für die TeilnehmerInnen.

Die Vernissage findet am Freitag 31 30. Mai um 18:00 statt.
Wir haben vor einigen Wochen alle Teilnehmer persönlich eingeladen, morgen zu kommen. Spencer Tunick wird persönlich vor Ort sein und allen Teilnehmern der Aktion ein handsigniertes Bild der Aktion übergeben. Wenn jemand nicht kommen kann, werden wir das Bild später per Post versenden.

Die Ausstellung findet im Garten des Paul Klee Museum in Bern statt und heisst «Jenseits von Eden. Eine Gartenschau»
Wann: vom 31 Mai 08 bis 26. Oktober 2008
Wo: Paul Klee Museum, Bern (www.zpk.ch.org)

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Baustopp beim französischen «Muster-» Atomkraftwerk

Infolge zahlreicher Probleme hat die französische Agentur für nukleare Sicherheit (ASN) verlangt, dass der Bau des neuen «European Pressurised Reactor» (EPR) Flamanville 3, und insbesondere das Giessen und das Armieren der Beton-Bodenplatte, gestoppt werden. Dieser EPR ist vom gleichen Typus wie derjenige, den die Atomlobby in der Schweiz bauen lassen will.

Es passiert erwartungsgemäss etwa das Gleiche in Frankreich wie bereits in Olkiluoto, Finnland. Dort sollte ein Vorzeige-EPR gebaut werden, doch es sind zahlreiche technische Probleme aufgetreten, der Bau ist bereits 2 Jahre im Verzug und das ganze Projekt hat sich als finanzielles Desaster erwiesen.

Wie soll man einer Industrie vertrauen, die mit radioaktiven Susbstanzen hantiert und nicht einmal Betonplatten richtig giessen kann? Was im Moment in Frankreich passiert, beweist einmal mehr, dass Atomkraft zu teuer und zu gefährlich ist. Das EPR-Projekt muss fallen gelassen werden und die Schweiz muss endgültig auf Atomstrom verzichten.

Lesen Sie die ganze Geschichte auf der Website von Greenpeace International…

Mehr zum Thema finden Sie hier.

Ausserdem steht ein Factsheet zu EPRs zum Downloaden bereit.

 

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Sprengstoff-Alarm bei schwedischem Atomkraftwerk

Was nicht passieren darf, kann nicht passieren. So denken Befürworter der hochriskanten Atomkraft. Dass dem leider nicht so ist, zeigt der heutige Vorfall im schwedischen Atomkraftwerk Oskarshamm. Dort haben Sicherheitskräfte bei einem Arbeiter just jenen Sprengstoff entdeckt, der 2005 bei den verheerenden Londoner Bombenanschlägen eingesetzt worden war. Lesen Sie mehr auf tagesanzeiger.ch

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Schmutziges Spiel

Clash of Consoles

Greenpeace hat Spielkonsolen auf giftige Substanzen untersucht und die Ergebnisse im Report «Playing Dirty» veröffentlicht. Die drei grossen Konsolenhersteller Sony, Microsoft und Nintendo setzen bei der Produktion auf die gefährlichen Chemikalien PVC, Weichmacher oder bromierte Flammschutzmittel. Dies obwohl es auch ungefährliche Alternativen geben würde.


YouTube Direkt

Die Chemikalien, die Greenpeace in den Spielekonsolen gefunden hat, sind unter anderem fortpflanzungsschädigend, schaden Leber und Niere und finden sich in zunehmenden Mengen z.B. in der Muttermilch wieder.

Mehr zum Report «Playing Dirty» bei Greenpeace International
Die Hersteller im Vergleich: «Clash of the Consoles»

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Island nimmt kommerziellen Walfang wieder auf

Die isländische Regierung hat erneut und ungeachtet internationaler Kritik eine Fangquote von 40 Minkwalen für die derzeitige Jagdsaison festgelegt. Die ersten Walfänger stachen bereits in See. Dies obwohl in Island schlicht kein Markt für Walfleisch besteht und das Fleisch wohl auf einer Müllhalde landen wird.

Die Jagd gefährdet nicht nur den Bestand der Wale. Auch die isländische Tourismusbranche und damit die Wirtschaft könnten geschädigt werden.

Die Entscheidung für die Aufnahme der Jagd ging von Fischereiminister Einar Gudfinnsson aus. Andere Mitglieder der Regierung distanzieren sich von dieser Entscheidung. Einer der immer noch nicht kapiert hat, dass mit Whale-Watching mehr zu holen ist als mit dem sinnlosen Abschlachten der Tiere.

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DR Kongo retour

…..und schon liegt die DR Kongo Reise hinter mir – es bleiben unzählige Eindrücke und eine starke Motivation für die Arbeit rund um die Kongobecken-Wälder und ihre Bewohner. Der Einsatz und die Ueberzeugung unserer lokalen Partnern hat mich beeidruckt – wie auch die xfach gehörten Aussagen – dass Greenpeace hier von der Zivilbevölkerung dringend gebraucht und willkommen geheissen wird. Ganz zentral sehe ich nach dem Erlebten das Einhalten von Menschenrechten und von Rechten indigener Völker. Die industrielle Holznutzung läuft dem in Ländern wie der DR Kongo unausweichlich zuwider – deshalb müssen wir uns dringend für Alternativen einsetzen. Solange Verträge zwischen dem Staat und Holzfirmen über Waldflächen abgeschlossen werden, wird die lokale Bevölkerung immer zu den Verlierern zählen. Das Moratorium auf neuen Waldkonzessionen muss unbedingt verlängert werden – denn zur Zeit herrscht schlichtweg Anarchie in der Forstpolitik.

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Gestoppt von einer Holzfirma

Ich bin zurück in Kinshasa nach einem spannenden, lehrreichen und frustrierenden Feldtrip in der Provinz Bandundu – eine der grossen Wald-Provinzen mit zahlreichen Forstkonzessionen. Greenpeace wurde von der Provinzbehörde zu einem Inspektionstrip zu Konzessionen der Firma Sodefor eingeladen – da bei Sodefor massive Misstände vorherrschen: Konflikte mit der lokalen Bevölkerung, schlechte Arbeitsbedingungen, Nichteinhalten der Fällvorschriften und vorgegeschriebenen Stammdurchmessern, Zusammenarbeit mit illegalen Holzfällern – das sind nur ein paar der Vorwürfe.

Leider sind wir nicht bis zu den Konzessionen gelangt, die wir über den Wasserweg per Piroge (eine Art Holzkanu) mit zwei Inspektoren der Umweltbehörde hätten erreichen sollen. Am Abend vor unserer Abfahrt aus dem Provinzhauptort Bandundu hat der Gouverneur als oberste Instanz der Provinz plötzlich die Verfügung kommuniziert, dass  Greenpeace ein Betreten des Ausgangsortes zu den Forstkonzessionen nicht gestattet ist.

Diese kleine Geschichte zeigt einiges auf: die Firmen beherrschen dank Geld und Beziehungen die Umgebung ihrer Konzessionen. Das gleiche ist vor 2 Monaten in einer anderen Provinz mit der Firma Siforco passiert – wo eine Greenpeace-Delegation  in einem Ort festgehalten wurde, indem wiederum der Gouverneur ein Verbot erliess und das Militär alle Stadt-Ausgänge während drei Tagen blockierte. Naja – ist jedenfalls nicht die richtige Strategie, um die Arbeit von Greenpeace zu stoppen. Im Gegenteil: solches Verhalten stachelt umso mehr an – gegen diese Missstände anzugehen.

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Sicherheit nur «ausreichend» für AKW Leibstadt – das reicht nicht

Dass die Risiko-Technologie AKW damit durchkommt… Man greift etwas korrigierend ein, fordert eine bessere Sicherheitskultur und geht dann man wieder zum Alltag über. Ein schwerer AKW-Unfall ist nach wie vor auch in einem «technologisch hoch entwickelten Land» möglich. Es bleibt so. Sicher ist nur die Stromversorgung ohne AKW. Eine «ausreichende Sicherheit» reicht da nicht.

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Rückschlag für Gentech-Industrie!

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Die EU-Kommission hat gestern zwei Gentech-Maissorten und eine genmanipulierte Kartoffel zur erneuten Sicherheitsprüfung an die Europäische Sicherheitsbehörde (EFSA) zurückgeschickt. Die Gentech-Pflanzen hätten in der EU angebaut werden sollen. Es ist das erste Mal, dass damit auf höchster Entscheidungsebene die Sicherheit von Gentech-Pflanzen mit diesem Entscheid angezweifelt wird. Das ist ein deutliches Signal an die Gentech-Industrie, dass ihre Risikoprodukte nun auch auf EU-Kommissioneben mit Argusaugen begutachtet werden. Weitere Infos findest Du bei Greenpeace International.

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